BYD Aktie: Test am Jahrestief 8,82 Euro
Die BYD-Aktie notiert kurz vor ihrem Jahrestief. Anleger warten gespannt auf die chinesische Zinsentscheidung und US-Inflationsdaten.

- Kurs nahe Jahrestief bei 8,82 Euro
- Wöchentlicher Verlust von über sechs Prozent
- Chinas Zentralbank entscheidet über Leitzinsen
- US-Inflationsdaten als nächste Impulsgeber
Die BYD-Aktie steht vor einer entscheidenden Woche. Der Kurs rutscht immer weiter ab. Jetzt blicken Investoren nervös nach Peking. Die anstehende Zinsentscheidung könnte das Schicksal der Papiere kurzfristig besiegeln.
Am Freitag ging das Papier bei 8,90 Euro aus dem Handel. Damit trennt den Autobauer kaum noch etwas vom jüngsten Jahrestief. Dieses markierte die Aktie erst in der vergangenen Woche bei 8,82 Euro.
Der Abwärtsdruck bleibt enorm. Die Folge: Auf Wochensicht verlor der Titel über sechs Prozent. Seit Jahresbeginn steht sogar ein Minus von fast 19 Prozent auf der Anzeigetafel. Ein RSI-Wert von 25,6 signalisiert zwar einen überverkauften Zustand. In einem fallenden Markt reicht das allein aber nicht für eine Trendwende.
Blick nach Peking
Am Montagmorgen entscheidet Chinas Zentralbank über die Leitzinsen. Dieser Termin liefert den ersten wichtigen Impuls der Woche. Die Finanzierungsbedingungen beeinflussen direkt die Stimmung für Elektroauto-Werte.
Die wirtschaftliche Lage in China zeigt ein gemischtes Bild. Die Einzelhandelsumsätze fielen im Mai überraschend um 0,6 Prozent. Parallel dazu stieg die Industrieproduktion um 4,5 Prozent. Die Immobilienpreise sanken derweil weiter.
Schwacher Jahresstart wirkt nach
Die operativen Zahlen des Konzerns spiegeln diese schwierige Gemengelage wider. Im Mai verkaufte BYD rund 383.000 Fahrzeuge mit alternativem Antrieb. Das entspricht einer leichten Steigerung zum Vorjahr.
Die Jahresbilanz fällt deutlich trüber aus. Von Januar bis Mai brachen die kumulierten Verkäufe um gut 20 Prozent ein. Ein Lichtblick bleibt das Exportgeschäft. Hier lieferte BYD im vergangenen Monat über 160.000 Fahrzeuge ins Ausland.
Vorgaben für die neue Woche
Eine Dividende hilft kurzfristig nicht als Kurstreiber. Der Stichtag für die diesjährige Ausschüttung liegt bereits in der Vergangenheit. Investoren achten nun auf globale Risikosignale.
Am Dienstag und Donnerstag folgen wichtige US-Wirtschaftsdaten zur Inflation. Diese Zahlen steuern die Zinserwartungen in den USA. Sie beeinflussen damit auch die Bewertung von Wachstumsaktien.
Fällt die BYD-Aktie unter die Marke von 8,82 Euro, droht ein weiterer Abverkauf. Um die Lage zu beruhigen, muss der Kurs die Tiefstzone zügig verlassen. Erst ab der 50-Tage-Linie bei 10,61 Euro hellt sich das Chartbild wieder auf.
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