BYD Aktie: Werk in Indonesien offiziell eröffnet
BYD fertigt künftig in Indonesien, baut Kapazitäten und Ladepunkte aus. Wechselkurseffekte belasten jedoch das internationale Geschäft.

- Neues Werk für 150.000 Fahrzeuge
- Mehr lokale Arbeitsplätze bei BYD
- Batteriefertigung in Indonesien geplant
- Wechselkurse belasten BYDs Bilanz
BYD hat heute sein neues Elektrofahrzeugwerk im indonesischen Subang, West Java, eröffnet. Die Anlage erstreckt sich über 126 Hektar und soll künftig bis zu 150.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren. Zur Eröffnung waren neben Industrieminister Agus Gumiwang Kartasasmita auch der Vorsitzende des Nationalen Energierats, Luhut, sowie der Gouverneur von West Java, Dedi Mulyadi, zugegen.
Derzeit beschäftigt das Werk mehr als 5.000 lokale Arbeitskräfte, mittelfristig sollen es bis zu 20.000 werden. Produziert werden zunächst die Modelle Atto 1, M6 EV und M6 DM, später soll auch die Premiummarke Denza vom Band laufen.
BYD kündigte zudem an, künftig keine Komplettfahrzeuge mehr nach Indonesien zu importieren, sondern vollständig auf lokale Fertigung umzustellen – nach Ausschöpfung von 92.000 der zugestandenen 100.000 Importquoten ein logischer Schritt. Parallel plant der Konzern Investitionen in eine lokale Batteriefertigung, um den lokalen Wertschöpfungsanteil bis Januar 2027 auf 60 Prozent zu heben.
Indonesien als Wachstumsmarkt
Der Schritt unterstreicht, wie wichtig Südostasien für BYD geworden ist. Minister Gumiwang strebt für die gesamte Elektrofahrzeugbranche des Landes bis 2030 einen lokalen Wertschöpfungsanteil von 80 Prozent an.
BYD führt den indonesischen Markt für batterieelektrische Fahrzeuge bereits mit einem Anteil von 43,2 Prozent an und kommt seit 2024 bis August auf rund 93.869 verkaufte Einheiten. Für das kommende Jahr peilt der Konzern am Standort Verkäufe von 200.000 Fahrzeugen an, nach knapp 100.000 bislang.
Der Ausbau in Indonesien passt zu einem Muster, das sich auch anderswo zeigt: BYD verkaufte im ersten Halbjahr rund 790.000 Fahrzeuge in mehr als 120 Ländern, mit einem Anstieg der Auslandsverkäufe von 68 Prozent.
Der Auslandsumsatz kletterte im gleichen Zeitraum um knapp 34 Prozent auf 26,9 Milliarden Dollar und übertraf damit erstmals den Inlandsumsatz von 24,3 Milliarden Dollar. Die Bruttomarge im Auslandsgeschäft lag mit 21,71 Prozent deutlich über der Marge im Heimatmarkt von 15,67 Prozent.
Währungsverluste bremsen die Bilanz
Der internationale Erfolg hat allerdings seinen Preis. Laut einem Bericht des International Business Times büßte BYD im ersten Halbjahr durch Wechselkurseffekte rund 4,7 Milliarden Yuan ein – ein deutlich größerer Verlust als bei Konkurrenten wie SAIC mit 1,95 Milliarden Yuan oder Geely mit 673 Millionen Yuan.
Über zwölf große chinesische Autobauer hinweg summierten sich die Netto-Fremdwährungsverluste auf 11,2 Milliarden Yuan, nach einem Gewinn von 17,3 Milliarden Yuan im Vorjahreszeitraum. Konzernchef Wang Chuanfu verwies zudem auf Produktionsengpässe bei der zweiten Generation der Blade-Batterie.
An der Börse zeigt sich die gemischte Nachrichtenlage in einer verhaltenen Kursentwicklung. Die BYD-Aktie notiert aktuell bei 9,52 Euro und damit rund 24 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 12,49 Euro aus dem Oktober vergangenen Jahres.
Auf Jahressicht steht ein Minus von 20 Prozent, seit Jahresbeginn liegt das Papier gut 11 Prozent im Minus. Der jüngste Kapazitätsausbau in Indonesien liefert operative Wachstumsimpulse, dürfte die Wechselkursbelastung aus dem chinesischen Kerngeschäft aber kurzfristig kaum ausgleichen.
Ladeinfrastruktur als weiterer Baustein
Neben der Fertigungsexpansion treibt BYD auch den Ausbau seines „Flash Charging“-Netzes voran. In China sind mittlerweile 10.000 Schnellladestationen in 325 Städten in Betrieb, mit 1,83 Millionen registrierten Nutzern – knapp ein Drittel davon Fahrer anderer Marken.
Bis Ende des Jahres sollen es 20.000 Stationen werden, davon 6.000 außerhalb Chinas. Der Wettbewerb bleibt jedoch hart: Geely arbeitet bereits an Ladegeräten mit 1.800 Kilowatt, die BYDs bisherige Spitzenleistung von 1.500 Kilowatt übertreffen sollen.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 3. September liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




