BYD Electronic Aktie: 7 Prozent Minus nach Goldman-Prognose

Goldman Sachs senkt Smartphone-Prognosen drastisch. BYD Electronic leidet unter steigenden Komponentenkosten und verlagerten Kapazitäten durch den KI-Boom.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert über sieben Prozent
  • Goldman senkt Smartphone-Prognosen
  • KI-Boom belastet Produktionskapazitäten
  • Eigener Chip für intelligente Systeme

Ein heftiger Ausverkauf hat die Aktie von BYD Electronic erfasst. Das Papier verlor am Dienstag 7,07 Prozent auf 2,29 Euro und näherte sich damit dem 52-Wochen-Tief von 2,24 Euro. Der Kurs liegt nun 25 Prozent unter dem Stand von vor 30 Tagen und hat seit Jahresbeginn rund 41 Prozent eingebüßt.

Abwärtskorrektur im Smartphone-Markt

Die Nervosität kommt nicht aus dem Nichts. Goldman Sachs hat seine Prognosen für die weltweiten Smartphone-Auslieferungen im Jahr 2026 um vier Prozent nach unten korrigiert. Statt der erwarteten 1,14 Milliarden Einheiten zeichnet sich nun ein Rückgang von zehn Prozent ab. Bisher waren die Analysten von minus sechs Prozent ausgegangen.

Das Problem: Der KI-Boom frisst die Produktionskapazitäten. Hersteller von KI-Hardware beanspruchen zunehmend die Fertigungsstraßen für wichtige Komponenten. Das belastet das klassische Smartphone-Geschäft von BYD Electronic direkt.

Kostenexplosion bei Schlüsselkomponenten

Die Folgen sind konkret spürbar. Speicherchips und hochwertige Kondensatoren (MLCCs) verteuern sich rasant. Hersteller verlagern ihre Kapazitäten in margenstarke KI-Server. Für BYD Electronic entsteht eine Zwickmühle: Das Kerngeschäft mit Smartphones leidet unter steigenden Materialkosten. Zusätzlich verlängern sich die Lieferzeiten für bestimmte Stromversorgungskomponenten. Einzelne Teile werden voraussichtlich erst 2027 wieder normal verfügbar sein.

Eigene Wege in der Chip-Entwicklung

BYD Electronic reagiert mit einer Vertikalstrategie. Das Unternehmen hat einen eigenen 4-Nanometer-Chip namens „Xuanji A3″ vorgestellt. Er bringt es auf 700 TOPS Rechenleistung für intelligente Systeme. Die Massenproduktion für hochvolumige Produktlinien wie die Denza-Fahrzeuge ist allerdings erst für Anfang 2027 geplant.

Parallel sichert sich BYD Electronic Zutritt zum KI-Server-Markt. Das Unternehmen hat Zertifizierungen für Flüssigkeitskühlkomponenten erhalten. Diese sind für Nvidias GB200- und GB300-Systeme ausgelegt. Ein vielversprechendes Geschäftsfeld – das die aktuellen Margenschmerzen aber nicht lindert.

Konsequente Kapitaldisziplin

Die Hauptversammlung im Juni hat die Dividende auf 0,156 RMB je Aktie festgesetzt. Der niedrigere Wert im Vergleich zu den Vorjahren zeigt: Das Management priorisiert Bilanzstärke und F&E-Ausgaben für KI-Plattformen. Der Aktienkurs liegt derweil 52 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 4,77 Euro. Der Markt bepreist kurzfristige Risiken – nicht die langfristige Technologiewende.

Anzeige

BYD Electronic-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD Electronic-Analyse vom 7. Juli liefert die Antwort:

Die neusten BYD Electronic-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD Electronic-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BYD Electronic: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu BYD Electronic