BYD: Exporte um 70% gestiegen
Chinas E-Auto-Riese BYD erobert den britischen Markt und plant die Übernahme der VW-Manufaktur in Dresden.

- Marktführerschaft in Großbritannien
- Rekordexporte trotz China-Schwäche
- Verhandlungen um Dresdner VW-Werk
- Neue Schnelllade-Technologie angekündigt
Schwache Heimat, starker Export— bei BYD klaffen die Märkte derzeit weit auseinander. Der chinesische Autobauer verliert in China an Boden. Parallel dazu erobert der Konzern Großbritannien und plant den Sprung nach Deutschland.
Zwischen Januar und April 2026 überholte BYD namhafte Konkurrenten wie Tesla und BMW. Mit einem Marktanteil von über sieben Prozent dominieren die Chinesen nun den britischen Markt für reine Elektroautos. Das zeigen aktuelle Zulassungsdaten.
Allein im ersten Quartal verkaufte das Unternehmen dort gut 12.700 reine Stromer. Rechnet man Plug-in-Hybride hinzu, klettert der Marktanteil auf fast zehn Prozent. Bemerkenswert: BYD führt bei Privatkäufern, obwohl staatliche Förderungen fehlen.
Rekordexporte stützen schwachen Heimatmarkt
Der Erfolg in Europa verdeckt ein wachsendes Problem im eigenen Land. In China sinken die Verkäufe seit Monaten kontinuierlich. Insgesamt setzte BYD im April weltweit rund 321.000 Fahrzeuge mit alternativem Antrieb ab. Das entspricht einem Rückgang von 26 Prozent im Jahresvergleich.
Das Auslandsgeschäft fängt diese Schwäche teilweise auf. Die Pkw-Exporte schossen um 70 Prozent auf einen neuen Rekordwert hoch. Im laufenden Jahr lieferte der Konzern international bereits mehr als 450.000 Fahrzeuge aus.
Produktion in Deutschland im Visier
Um die europäische Präsenz zu festigen, verhandelt BYD aktuell mit Volkswagen. Die Chinesen wollen Teile der Gläsernen Manufaktur in Dresden übernehmen. VW hat die dortige Fahrzeugproduktion Ende 2025 eingestellt. Ein Abschluss gäbe BYD einen symbolträchtigen Fußabdruck. Künftige Modelle könnten das begehrte Label „Made in Germany“ tragen.
Im gleichen Schritt treibt der Autobauer sein ungarisches Werk in Szeged voran. Die Massenproduktion soll dort im laufenden Quartal starten. Zunächst peilt das Management eine Jahreskapazität von 150.000 Autos an.
Auch technisch legt der Konzern nach. Die neue Batteriegeneration verspricht extrem kurze Ladezeiten. Laut Unternehmensangaben tanken kompatible Fahrzeuge in fünf Minuten Strom für 400 Kilometer Reichweite. Dafür baut BYD bis Jahresende weltweit 20.000 spezielle Schnellladestationen auf.
Den Anfang macht Australien im Oktober 2026. Dort installiert die Premium-Tochter Denza erste Hochleistungs-Ladeparks an großen Autohäusern. BYD verzahnt damit den globalen Fahrzeugexport direkt mit dem Ausbau eigener Infrastruktur.
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