BYD: Schweiz-Verkäufe um 3.864% gestiegen

BYD verzeichnet im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Gewinnrückgang, während die Auslandslieferungen auf Rekordniveau steigen.

Die Kernpunkte:
  • Nettogewinn um 55 Prozent gesunken
  • Exporte im April um 70 Prozent gestiegen
  • EU-Produktion in Ungarn und Türkei geplant
  • Neue Schnellladestationen für Europa angekündigt

Ein Unternehmen, zwei Welten. BYD kämpft im ersten Quartal 2026 mit einem massiven Gewinnrückgang im Heimatmarkt — und bricht gleichzeitig Exportrekorde.

Preiskampf trifft das Ergebnis hart

Der Nettogewinn brach im ersten Quartal um 55,4 Prozent auf 4,09 Milliarden Yuan ein. Der Umsatz fiel um zwölf Prozent auf 150,2 Milliarden Yuan. Ausgeliefert wurden rund 700.000 Fahrzeuge — 30 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

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Die Ursachen sind klar: Der Preiskampf im chinesischen Automarkt verschärft sich. Hinzu kommt die Halbierung bestimmter Steuerbefreiungen für Elektrofahrzeuge. China Merchants Securities erwartet, dass sich die Lage im Jahresverlauf bessert — konkrete Belege dafür stehen noch aus.

Exportrekord und Wachstum in Europa

Im April 2026 lieferte BYD 135.098 Fahrzeuge ins Ausland. Das entspricht einem Plus von 70,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Gesamtabsatzzahl für April lag bei rund 321.000 Einheiten.

Besonders auffällig: die Schweiz. BYD verkaufte dort 555 Elektrofahrzeuge — nach nur 14 im April 2025. Das Unternehmen plant, seine Präsenz bis 2028 auf 80 Standorte auszubauen. In Frankreich stieg die Elektromobilität insgesamt um 41,8 Prozent. Chinesische Hersteller halten dort bereits zwischen zehn und 20 Prozent des EV-Markts.

Produktion in Europa, Streit über Subventionsregeln

BYD-Vizepräsidentin Stella Li kritisierte die EU-Anforderungen scharf. Der Industrial Accelerator Act vom März 2026 verlangt, dass 70 Prozent der Fahrzeugkomponenten aus EU-Produktion stammen müssen, um Fördergelder zu erhalten. Li nannte die Regeln „verrückt“ — betonte aber, BYD könne sie erfüllen.

Das Unternehmen baut seine europäische Produktion trotzdem aus. Das Werk in Ungarn — eine Investition von vier Milliarden Euro — soll im zweiten Quartal 2026 anlaufen. Ein zweites Werk in der Türkei folgt bis Ende 2026. Zusammen kommen beide Standorte auf eine Kapazität von 500.000 Fahrzeugen pro Jahr. BYD verhandelt Berichten zufolge außerdem mit Volkswagen über eine Nutzung der Gläsernen Manufaktur in Dresden.

Ladeinfrastruktur als Wachstumshebel

BYD will innerhalb der nächsten zwölf Monate 6.000 Schnellladestationen weltweit aufbauen — 3.000 davon in Europa. Die sogenannten Flash-Charging-Stationen mit zwei Megawatt Leistung sollen ein Fahrzeug in fünf Minuten von zehn auf 70 Prozent laden.

Die Technologie kommt auch dem neuen Denza Z9 GT zugute. Das Modell mit der zweiten Generation der Blade-Batterie soll im dritten Quartal 2026 in Australien und Neuseeland auf den Markt kommen. Ob Europa folgt, hat BYD bislang nicht kommuniziert.

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