BYD: Tesla-Rivale mit neuen Zielen und großen Kursverlusten

In den vergangenen Jahren wurden Automobilhersteller aus China oft noch belächelt. Doch der Automobilhersteller BYD ist ein gutes Beispiel dafür, wie rasant sich dieser Industriezweig entwickelt hat. BYD wächst in seinem Hauptmarkt China, versucht aber gleichzeitig in Europa und den USA Fuß zu fassen.

 

© BYD
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Der (Elektro-)Autohersteller BYD Auto ist eine Tochterfirma der BYD Company, welche neben Fahrzeugen vor allem Batterien und Speicherkraftwerke herstellt. Gerade in Bezug auf Elektroautos sind die Chinesen jedoch auf dem Vormarsch. Bereits in diesem Jahr könnte die Konkurrenz wie Tesla überholt werden und man zum größten Elektroautohersteller der Welt aufsteigen.

 

BYD – Neue Aufträge, neue Produktionsstätten?

Aufgrund des schwächelnden Geschäfts in Russland erwägt der Konzern, sich aus diesem Markt zurückzuziehen. Das war es aber auch schon mit schlechten Nachrichten. Denn zuletzt konnte BYD mit neuen Auftragseingängen punkten. So bestellte die kubanische Regierung jüngst 719 Fahrzeuge für die Tourismusbranche – allerdings mehrheitlich wohl keine Elektrofahrzeuge.

In Europa soll das Modell BYD e6 nun stärker vermarktet werden, in einigen Ländern wird der Elektro-SUV bereits vertrieben. Mit dem Linienbus BYD ebus haben die Chinesen ein weiteres Eisen im Feuer. In China kommt der Bus schon oft zum Einsatz, in Europa (auch in Deutschland) wurde der E-Bus in vielen Städten schon getestet. Nun ist auch der Bau einer eigenen Produktionsstätte in Europa im Gespräch.

 

BYD Aktie kommt gerade unter die Räder

Eigentlich läuft es für BYD Auto also gut. Neue Märkte werden nach und nach erschlossen und man könnte bald der größte Elektroautohersteller der Welt sein. Der Aktie des Unternehmens geht es aber nach dem sehr erfolgreichen Jahresstart weniger gut. Denn die chinesischen Börsen befinden sich seit einigen Tagen im freien Fall.

In der letzten Woche hat der an der Hongkonger Börse gelistete Titel mehr als 30 Prozent an Wert verloren. Damit steht BYD nicht allein, denn der Markt war deutlich überhitzt. Viele Beobachter sprechen schon von einer geplatzten Blase. Momentan helfen auch die staatlichen Interventionsversuche nicht dabei die Börsen zu beruhigen.

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Und so dürfte es auch für die BYD Aktie in nächster Zeit turbulent weitergehen. Eine halbwegs sichere Prognose erscheint derzeit unmöglich, denn die starken Schwankungen könnten durchaus weitergehen – auch wenn BYD langfristig recht gut aufgestellt zu sein scheint.

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