Cameco Aktie: Ausblick dämpft Rekordjahr
Der Uranproduzent Cameco schließt 2025 mit Rekordgewinn ab, prognostiziert jedoch für 2026 einen Umsatzrückgang. Langfristige Großaufträge und staatliche Investitionen stützen die Perspektive.

- Rekordumsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2025
- Prognose für 2026 zeigt Umsatzrückgang an
- Langfristiger Großauftrag mit Indien ab 2027
- Starke Auftragslage und strategische Partnerschaften
Der Uranproduzent Cameco hat das Geschäftsjahr 2025 mit Rekordzahlen abgeschlossen und die Erwartungen der Analysten im Schlussquartal deutlich übertroffen. Doch rechtfertigt das die aktuell hohe Bewertung der Papiere? Ein verhaltener Ausblick auf das laufende Jahr zwingt den Markt nun, die kurzfristigen Perspektiven des Konzerns genauer zu prüfen.
Starke Zahlen treffen auf verhaltene Prognose
Rückblickend lieferte das Unternehmen beeindruckende Resultate. Der Umsatz kletterte 2025 auf 3,48 Milliarden US-Dollar, während der Nettogewinn bei 590 Millionen US-Dollar lag. Auch das bereinigte EBITDA stieg dank starker Beiträge aus den Bereichen Uran, Brennstoffdienstleistungen und der Westinghouse-Beteiligung auf 1,93 Milliarden US-Dollar. Die Bilanz zeigt sich mit 1,2 Milliarden US-Dollar an Barmitteln bei einer Milliarde US-Dollar Schulden robust.
Dabei lief das Jahresendgeschäft besser als gedacht. Bei der Vorlage der Quartalszahlen im Februar meldete Cameco einen bereinigten Gewinn von 0,36 US-Dollar je Aktie und übertraf den Konsens damit um 7 Cent. Auch der Umsatz lag mit rund 875 Millionen US-Dollar deutlich über den Analystenschätzungen von 782 Millionen US-Dollar. Besonders die Westinghouse-Beteiligung glänzte im vierten Quartal mit einem Umsatzplus von 14 Prozent.
Für Ernüchterung sorgt jedoch die Prognose für 2026. Das Management rechnet mit einem Gesamtumsatz zwischen 3,13 und 3,37 Milliarden Kanadischen Dollar. Der Mittelwert entspricht einem Rückgang von sieben Prozent gegenüber den im Jahr 2025 erzielten Erlösen. Auch die geplante Uranproduktion für 2026 fällt mit 19,5 bis 21,5 Millionen Pfund im Vergleich zu den im Vorjahr geförderten 21 Millionen Pfund bestenfalls stabil aus.
Großaufträge sichern langfristige Erlöse
Trotz der kurzfristigen Umsatzdelle ist das Auftragsbuch mit fest zugesagten Lieferungen von rund 230 Millionen Pfund Uran langfristig gefüllt. Ein zentraler Baustein dafür ist ein neuer, neunjähriger Liefervertrag mit dem indischen Atomenergieministerium. Ab 2027 wird Cameco knapp 22 Millionen Pfund Urankonzentrat nach Indien liefern. Das geschätzte Volumen dieses Deals beläuft sich auf rund 2,6 Milliarden US-Dollar und sorgt für erhebliche Planungssicherheit bis ins Jahr 2035.
Zusätzliches Potenzial eröffnet eine strategische Partnerschaft mit der US-Regierung. Gemeinsam mit Brookfield will Cameco den Einsatz von Westinghouse-Reaktortechnologien beschleunigen. Geplante staatliche Investitionen von mindestens 80 Milliarden US-Dollar in die heimische und internationale nukleare Infrastruktur dürften hier erhebliche Wachstumschancen generieren. Zudem erhielt das Gemeinschaftsunternehmen Global Laser Enrichment (GLE), an dem Cameco 49 Prozent hält, im Januar Fördergelder des US-Energieministeriums für die heimische Urananreicherung.
Geopolitische Spannungen und der globale Ausbau kohlenstoffarmer Energiequellen treiben die Nachfrage nach Kernkraft fundamental weiter an. Mit seinen kostengünstigen Minen und der Positionierung entlang der gesamten nuklearen Wertschöpfungskette ist Cameco operativ stark aufgestellt, um diese Entwicklung abzuschöpfen. Analysten gehen laut aktuellen Konsensschätzungen davon aus, dass die Gewinne des Unternehmens in den Jahren 2026 und 2027 um 52,4 beziehungsweise 13,6 Prozent wachsen werden. Die aktuelle Bewertungsprämie der Aktie erfordert von Anlegern zwar kurzfristig eine gewisse Toleranz für das moderatere Umsatzwachstum, wird aber durch die massive Ausweitung der nuklearen Infrastrukturprogramme und das starke Vertragswerk fundamental untermauert.
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