Cameco Aktie: Milliarden-Deal beflügelt
Der kanadische Uranproduzent sichert sich einen langfristigen Großauftrag mit Indien und übertrifft die Erwartungen im Quartal. Analysten passen ihre Kursziele nach oben an.

- Langfristiger Liefervertrag mit Indien über 2,6 Milliarden US-Dollar
- Quartalsgewinn übertrifft Analystenschätzungen deutlich
- Mehrere Banken erhöhen ihre Kursziele für die Aktie
- Ambitionierte Bewertung erfordert hohe Gewinnsteigerungen
Der globale Hunger nach sauberer Energie und der wachsende Strombedarf durch Künstliche Intelligenz treiben die Nachfrage nach Kernkraft an. Davon profitiert der kanadische Uran-Produzent Cameco spürbar. Ein neuer Milliarden-Vertrag mit Indien sichert nun langfristige Einnahmen und untermauert die starke Marktposition des Unternehmens.
Indien-Vertrag und starke Quartalszahlen
Anfang März meldete Cameco einen strategischen Meilenstein: Ein Lieferabkommen mit Indien über 2,6 Milliarden US-Dollar. Zwischen 2027 und 2035 wird das Unternehmen 22 Millionen Pfund Uran an den rasch wachsenden indischen Nuklearsektor liefern. Dieser Schritt sorgt für verlässliche Umsätze über fast ein Jahrzehnt und macht Cameco zu einem Schlüssellieferanten für Indiens Ziel, die Kernkraftkapazität bis 2047 massiv auszubauen.
Auch operativ läuft das Geschäft rund. Im abgelaufenen vierten Quartal übertraf Cameco mit einem Gewinn von 0,36 US-Dollar je Aktie die Analystenschätzungen von 0,29 US-Dollar deutlich. Der Umsatz lag mit 874,5 Millionen US-Dollar ebenfalls über den Erwartungen. Zwar rechnet das Management für 2026 mit einem leichten Umsatzrückgang auf bis zu 2,73 Milliarden Kanadische Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Die langfristigen Auftragsbücher sind jedoch mit Lieferverpflichtungen von rund 230 Millionen Pfund für die kommenden fünf Jahre prall gefüllt.
Strategische Allianzen als Wachstumstreiber
Neben dem reinen Rohstoffverkauf baut Cameco seine Position in der technologischen Wertschöpfungskette aus. Gemeinsam mit Brookfield und der US-Regierung treibt das Unternehmen die Reaktortechnologie von Westinghouse voran. Geplante staatliche Investitionen von mindestens 80 Milliarden US-Dollar in den amerikanischen Nuklearsektor eröffnen hier erhebliche Wachstumschancen.
Zusätzlich sicherte sich das Joint Venture Global Laser Enrichment (GLE), an dem Cameco 49 Prozent hält, kürzlich Fördergelder des US-Energieministeriums für die heimische Urananreicherung. Die kommerzielle Produktion soll 2030 starten. Aktuell wird dieses Potenzial vom Markt in der Bewertung des Unternehmens kaum berücksichtigt.
Analysten bleiben trotz hoher Bewertung optimistisch
Bei den institutionellen Anlegern zeigt sich ein gemischtes Bild. Während Temasek Holdings seine Position zuletzt halbierte, stockten andere Adressen wie Connor Clark & Lunn massiv auf. Insgesamt halten Großinvestoren über 70 Prozent der Anteile.
Die Analystengemeinde bleibt angesichts des strukturellen Rückenwinds für Kernenergie durchweg positiv gestimmt. Mehrere Banken haben ihre Kursziele für die Aktie kürzlich nach oben angepasst:
- Goldman Sachs: 131,00 US-Dollar
- Sanford C. Bernstein: 147,00 US-Dollar
- Royal Bank of Canada: 160,00 US-Dollar
- Canadian Imperial Bank of Commerce: 202,00 US-Dollar
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 111 und einer Marktkapitalisierung von 47 Milliarden US-Dollar ist die Aktie ambitioniert bewertet. Der Markt preist den erwarteten „Nuklear-Superzyklus“ bereits zu weiten Teilen ein. Um dieses hohe Bewertungsniveau fundamental zu untermauern, muss Cameco die vom Konsens prognostizierten Gewinnsteigerungen von 52,4 Prozent für 2026 und weiteren 13,6 Prozent für 2027 zwingend realisieren.
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