Cameco Aktie: Terminkontrakte auf 91,50 Dollar
Steigende Terminpreise für Uran treiben Cameco-Aktie. Der Konzern profitiert von hoher Nachfrage und solider Finanzierung.

- Terminpreise für Uran auf Höchststand seit 2012
- Cameco hält an Jahresprognose fest
- Produktion nach Überschwemmung schnell wieder aufgenommen
- Analysten sehen intakten Aufwärtstrend
Der kanadische Uranproduzent Cameco hat eine ereignisreiche Woche hinter sich. Die Aktie notierte am Freitag bei 93,28 Euro – ein Plus von 0,37 Prozent zum Vortag. Über sieben Tage gerechnet steht ein Gewinn von 6,70 Prozent. Die Marke von 93 Euro bleibt für Anleger eine psychologisch wichtige Hürde.
Uranmarkt mit Signal der Stärke
Der Spotpreis für Uran liegt aktuell bei 86,10 US-Dollar pro Pfund – und damit seit April in einer engen Spanne. Spannender ist der Markt für langfristige Lieferverträge, sogenannte Terminkontrakte. Deren Preis kletterte auf rund 91,50 US-Dollar, den höchsten Stand seit 2012.
Diese Entwicklung zeigt: Versorger zahlen bereitwillig einen Aufschlag für gesicherte Lieferungen in der Zukunft. Das ist ein klares Signal für einen robusten physischen Markt. Kurzfristige Unsicherheiten durch die Zinspolitik der US-Notenbank scheinen die langfristige Nachfrage kaum zu beeinträchtigen.
Fed-Zins und die Folgen für Cameco
Die Zinsentscheidung der US-Notenbank Mitte Juni bewegte auch die Uranbranche. Zwar ließ die Fed die Leitzinsen unverändert. Entscheidend ist die Botschaft: Zinsen könnten länger hoch bleiben. Das verteuert Kapital.
Für Cameco ein Vorteil. Das Unternehmen ist finanziert, muss für Projekte weder neue Aktien ausgeben noch teure Kredite aufnehmen. Wettbewerber mit schwächeren Bilanzen haben es da schwerer.
Betrieb läuft – trotz Unterbrechung
Cameco hält an seiner Jahresprognose fest. Der Konzern rechnet mit Uranlieferungen zwischen 29 und 32 Millionen Pfund. Der erzielbare Preis pro Pfund soll bei 85 bis 89 US-Dollar liegen. Zur Absicherung dient ein Vertragsportfolio von rund 230 Millionen Pfund.
Anfang Juni sorgte eine Überschwemmung in der Provinz Saskatchewan für eine kurzzeitige Unterbrechung der Produktion. Die Anlage McArthur River/Key Lake lief jedoch schnell wieder. Kein Grund zur Beunruhigung.
Technische Signale und Ausblick
Der RSI liegt bei 57,9 – weder überkauft noch überverkauft. Die annualisierte Volatilität von 53 Prozent ist für Rohstoffwerte üblich. Analysten zeigen sich gemischt, sehen aber intakte Aufwärtstrends.
Die Quartalszahlen für das zweite Quartal werden Ende Juli erwartet. Sie dürften zeigen, ob die Prognose auch operativ trägt. Die Zeichen stehen günstig.
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