Canamera: 75 Prozent Minus seit Januar

Trotz neuer Seltenerd-Funde in Brasilien fällt die Canamera-Aktie auf Jahrestief. Der Markt ignoriert die Explorationserfolge.

Die Kernpunkte:
  • Neue Bohrergebnisse am Turvolândia-Projekt
  • Hohe Seltenerd-Konzentration in tieferen Schichten
  • Aktie notiert nahe Jahrestief bei 0,21 Euro
  • KI-gestütztes Bohrprogramm in Nordamerika geplant

Starke Bohrergebnisse, schwache Kurse. Bei Canamera Energy Metals klaffen Realität und Marktstimmung weit auseinander. Der Explorer meldet einen vielversprechenden Fund in Brasilien. Die Aktie notiert zeitgleich nahe ihrem Jahrestief.

Tiefe Schichten bringen Potenzial

Im Zentrum steht das Turvolândia-Projekt im Bundesstaat Minas Gerais. Das geologische Team hat dort das neue „South Target“ identifiziert. Besonders eine aktuelle Bohrung sticht heraus. Die tiefsten sechs Meter weisen eine hohe Konzentration an Seltenen Erden auf.

Die Mineralisierung nimmt zum Boden hin sogar noch zu. Das Bohrgerät stoppte mitten in der erzführenden Schicht. Die Lagerstätte bleibt nach unten hin offen. Das Management sieht hier massives Potenzial für eine vertikale Erweiterung.

Brasilien als strategischer Hub

Mit dem neuen Fund wächst die Explorationszone auf 7,4 Kilometer an. Insgesamt vier Zielgebiete sind nun bestätigt. Canamera konzentriert sich dabei auf ionische Tonmineralien. Diese lassen sich meist günstiger abbauen und verarbeiten als klassisches Hartgestein.

Das Timing passt zur globalen Marktlage. Brasilien positioniert sich zunehmend als Alternative zu China. Die Nachfrage nach magnetischen Seltenen Erden steigt rasant. Treiber sind vor allem die Rüstungsindustrie und der Markt für Elektroautos.

Charttechnik im Keller

An der Börse verpuffen diese operativen Fortschritte völlig. Das Unternehmen sammelte in den vergangenen Monaten frisches Kapital in Millionenhöhe ein. Die Aktie notierte am Dienstag an der Hamburger Börse bei rund 0,21 Euro. Im Januar stand der Kurs noch bei 0,85 Euro. Ein massiver Wertverlust.

Der Titel handelt deutlich unter seinen gleitenden Durchschnitten. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit 40 Punkten eine anhaltende Schwäche.

Als nächster Impulsgeber dient nun Nordamerika. Am Schryburt-Lake-Projekt startet bald ein neues Bohrprogramm. Canamera will dort künstliche Intelligenz nutzen. Die Algorithmen sollen die Bohrpläne für das Niob-Vorkommen optimieren.

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