Cancom Aktie: UBS startet Beobachtung mit Kaufempfehlung

UBS setzt das Kursziel auf 26 Euro; der Ausbau in Norderstedt unterstützt Dataports Auftrag für mehr als 100.000 Arbeitsplätze.

Die Kernpunkte:
  • UBS vergibt Kaufempfehlung und 26 Euro Kursziel
  • Aktie steigt heute um 2,9 Prozent
  • Neue Einrichtung stärkt Kapazitäten in Norddeutschland
  • Dataport-Auftrag umfasst über 100.000 IT-Arbeitsplätze

Medienberichten zufolge hat das Analysehaus UBS am 25. September die Beobachtung des IT-Dienstleisters aufgenommen. Analyst Olivier Calvet bewertet die Papiere mit „Buy“ und setzt das Kursziel bei 26 Euro an. Als wesentlichen Grund für das positive Votum nennt der Experte die klare Positionierung des Konzerns im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung in Deutschland.

Am Markt stützt diese Zuversicht die Stimmung der Anleger. Die Aktie legt heute um 2,9 Prozent zu und notiert bei 23,10 Euro.

Service Factory Nord erweitert Betriebskapazitäten

Auf der operativen Seite setzt das Unternehmen auf den gezielten Ausbau seiner Infrastruktur. Mitte September eröffnete der IT-Dienstleister die sogenannte Service Factory Nord am Standort Norderstedt. Mit diesem Schritt stärkt die Gesellschaft ihre Kapazitäten für umfangreiche Arbeitsplatzprojekte im norddeutschen Raum.

Im Zentrum der neuen Einrichtung steht ein bereits im Frühjahr 2026 kommunizierter Großauftrag. Für den IT-Dienstleister Dataport übernimmt der Konzern die Ausstattung und laufende Betreuung von mehr als 100.000 IT-Arbeitsplätzen. Die Inbetriebnahme der Service Factory Nord soll gewährleisten, dass die Abwicklung und Logistik für diesen Großkunden reibungslos ablaufen.

Zurückhaltende Stimmen im Branchenumfeld

Trotz des Neueinstiegs von UBS und der operativen Meilensteine bleibt das Bild unter Analysten geteilt. Zwar bestätigte auch die DZ Bank am 21. September ihre Kaufempfehlung mit einem fairen Wert von 29 Euro.

Allerdings mahnte Analyst Armin Kremser zugleich an, dass das operative Umfeld im weiteren Jahresverlauf herausfordernd bleiben dürfte. Andere Branchenbeobachter agieren noch zurückhaltender und vergeben mit Kurszielen ab 25 Euro lediglich ein neutrales Haltevotum.

Die Skepsis rührt vor allem von den allgemeinen Investitionszurückhaltungen der Unternehmenskunden her. Diese Zurückhaltung bremste den IT-Sektor in den vergangenen Monaten spürbar aus.

Ob die Digitalisierungsprojekte der öffentlichen Hand und die neuen Standorte ausreichen, um dem Konzern wieder nachhaltig Schwung zu verleihen, bildet daher das zentrale Thema für das Schlussquartal. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 29,45 Euro besteht für die Papiere jedenfalls noch erheblicher Aufholbedarf.

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