Cancom: Kommt jetzt der Befreiungsschlag?

Während der Gesamtmarkt wackelt, konnte der IT-Dienstleister Cancom zur Wochenmitte eine deutliche charttechnische Verbesserung aufzeigen. Damit steigt die Chance, dass die Aktie die Konsolidierungsphase abgeschlossen hat.

 

Cancom-Zentrale
© Cancom

Die vergangenen Wochen waren für die erfolgsverwöhnten Cancom-Aktionäre eine kleine Zitterpartie. Nachdem der Spezialist für Cloud-Systeme in den vergangenen 2 Jahren seine Marktkapitalisierung um bis zu 170% vergrößern konnte, sah es zuletzt eher danach aus, als wenn die Aktie ein Déjà-vu erleben könnte.

Denn schon im vergangenen Jahr im Sommer hatte die Aktie eine kräftige Korrektur über sich ergehen lassen müssen. Diese führte die Aktie binnen vier Monaten von einem Niveau um die 39 Euro auf nur noch 25 Euro abwärts.

Danach ging es zwar wieder rasant aufwärts, was auch den starken fundamentalen Zahlen und Nachrichten des Unternehmens geschuldet war. Doch zuletzt wackelte der Wert zunehmend. Und das, obwohl die inzwischen vorgelegten Jahreszahlen 2014 erneut sehr stattlich ausfielen.

 

Cancom liefert weiterhin sehr flotte Wachstumszahlen

Kurz zusammengefasst: Auch dank mehrerer Übernahmen legte der Umsatz um rund ein Drittel auf 829 Mio. Euro zu. Auf Basis des EBITDA verdiente Cancom mit 54,6 Mio. Euro sogar zwei Drittel mehr. Allerdings blieb Cancom netto hinter den Vorjahreswerten zurück, weil höhere Steuern und die zum Verkauf stehende Tochter Imperia belasteten.

Dennoch: Einerseits hatte man mit dem ausgewiesenen Umsatz klar die Erwartungen übertreffen können. Andererseits gehört Cancom auch weiterhin zu den profitabelsten (nach EBITA-Marge) Unternehmen aus der IT-Systemhaus-Branche. Hinzu kommt, dass der Vorstand auch für das laufende Jahr weitere Verbesserungen in Umsatz und operativem Ergebnis erwartet.

 

Cancom erhält Unterstützung von Analysten

Das sollte die Basis für eine erneute positive Kursentwicklung bei Cancom bilden. Was die Aktie jetzt braucht, sind ein oder zwei Initialzündungen für den Rebound. Eine dieser Initialzündungen könnte die am Wochenanfang abgegebene Einschätzung der Commerzbank-Analysten sein. Denn diese bestätigten nicht nur ihre Kauf-Empfehlung, sondern hoben auch das Kursziel von bislang 44 auf 45 Euro an.

Aktuell hat Cancom mit diesem Rückenwind sowohl die 14-Tage-Trading-Linie als auch den gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage überwinden können. Knapp oberhalb von 38 Euro liegt zwar ein kleiner Widerstand. Doch passt auch das Umfeld des Gesamtmarktes, dürfte dieser kein größeres Hindernis bilden.

Cancom-25-03-15

 

Unser Fazit für die Cancom-Aktie

Sowohl aus fundamentaler als auch charttechnischer Sicht sind bei Cancom die Weichen gestellt, um nicht nur die alten Höchstkurse wieder zu erreichen, sondern auch darüber hinaus zu gehen. Dabei sollte auch die Gewinnbewertung kein größeres Problem darstellen, da diese mit einem geschätzten KGV von 15 bzw. 13 für 2015 und 2016 noch moderat bewertet ist.

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