Cancom: Wechsel auf Chefposten irritiert die Anleger

Als IT-Dienstleister, der anderen Unternehmen bei der digitalen Transformation helfen will, hat das Münchner Unternehmen Cancom bereits auf eine Erfolgsgeschichte zu verweisen. Diese spiegelt sich auch in der Aktienkursentwicklung wider.

Allein in den letzten zehn Jahren konnte sich das seit 1999 börsennotierte Unternehmen von rund 2 Euro auf in der Spitze über 51 Euro verbessern. Mit an dieser Erfolgsstory hat auch der Mitgründer und bisherige CEO Klaus Weinmann einen gewichtigen Anteil. Doch nun will der „Steuermann“ von Bord gehen.

Cancom mit neuem Chef

Wie das Unternehmen bekannt gab, wird Weinmann zum 30. September den Vorstandsvorsitz frühzeitig abgeben. Als Nachfolger steht schon Thomas Volk fest, der bislang President & General Manager von Cancom war und in dieser Funktion auch im Aufsichtsrat saß. Damit dürfte grundsätzlich Kontinuität gewahrt bleiben. Zumal Weinmann selbst anstrebt, sobald es möglich ist, in den Aufsichtsrat zu wechseln.

Analysten sind skeptisch

Dennoch sorgt der zügige Vorstandswechsel an der Börse für Irritation. Denn der „Neue“ muss sich erst einmal einen Namen am Markt machen. Zumal gerade aktuell viele Analysten trotz starker Halbjahreszahlen zunehmend skeptisch sind, was die kurzfristige Profitabilität angeht. Cancom steckt derzeit mitten im Wandel seines Geschäftsmodells hin zu mehr Abo-Modellen für den neuen Schwerpunkt Cloud-Anwendungen.

Aktie bleibt schwach

Entsprechend präsentiert sich die Aktie von Cancom aktuell erneut schwächer. Zwar nicht so schwach, um aus der aktuellen Bodenbildung zwischen 39 und 41 Euro herauszufallen. Doch die erhoffte baldige Trendumkehr scheint vorerst aufgeschoben zu sein.

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