Canopy Growth Aktie: MTL-Deal kurz vor Abschluss
Canopy Growth steht vor dem Abschluss der MTL-Übernahme mit breiter Aktionärszustimmung. Die jüngsten Quartalszahlen zeigen ein langsames Stabilisieren, während regulatorische Änderungen in den USA neue Chancen bieten.

- MTL-Übernahme mit fast 100% Aktionärszustimmung
- Stabile Umsätze, aber weiterhin hohe Verluste
- US-Regulierungserleichterung als möglicher Impuls
- Aktie verlor in fünf Jahren über 99% Wert
Canopy Growth steht unmittelbar vor dem Abschluss der Übernahme von MTL Cannabis Corp. – und das mit breiter Rückendeckung: 99,97 % der MTL-Aktionäre stimmten dem Deal zu. Gleichzeitig zeigen die jüngsten Quartalszahlen ein Unternehmen, das sich langsam stabilisiert, aber noch weit von nachhaltiger Profitabilität entfernt ist.
Was die MTL-Übernahme bringt
Der Zusammenschluss soll noch vor Ende März 2026 vollzogen werden, sofern die ausstehenden Gerichtsgenehmigungen erteilt werden. MTL Cannabis bringt mehrere lizenzierte Produktionsstätten in Québec und Ontario mit, darunter eine 57.000 Quadratfuß große Indoor-Anlage in Pointe-Claire sowie ein medizinisches Cannabis-Marktplatzsystem über Abba Medix. Hinzu kommen Kliniken in ganz Kanada, die auf cannabinoidbasierte Therapien spezialisiert sind.
Finanziell ist MTL kein Leichtgewicht: Das Unternehmen erzielte zuletzt einen Nettoumsatz von 84 Millionen US-Dollar, eine Bruttomarge von 51 % und einen operativen Cashflow von 11 Millionen US-Dollar. Canopy rechnet durch die Integration mit jährlichen Kosteneinsparungen von rund 10 Millionen US-Dollar innerhalb von 18 Monaten. Strategisch soll die Übernahme vor allem die Versorgung des europäischen Medizinalcannabis-Markts stärken.
Quartalszahlen: Fortschritt in kleinen Schritten
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (bis 31. Dezember 2025) blieb der Nettoumsatz mit 74,5 Millionen Kanadischen Dollar stabil. Das kanadische Freizeitgeschäft legte um 8 % zu, getragen von Infused Pre-Rolls und neuen All-in-One-Vapes. Der medizinische Bereich in Kanada wuchs sogar um 15 %, gestützt durch mehr versicherte Patienten und höhere Bestellvolumen.
Schwächer lief es im internationalen Segment: Lieferkettenprobleme in Europa und rückläufige Storz-&-Bickel-Umsätze belasteten das Ergebnis. Die Bruttomarge sank um 300 Basispunkte auf 29 %. Auf der Kostenseite hat Canopy seit März 2025 annualisierte Einsparungen von 21 Millionen US-Dollar realisiert.
Im Januar 2026 wurde zudem eine Rekapitalisierung abgeschlossen, die alle Schulden bis 2031 verlängert. Dennoch summierten sich die Verluste der vergangenen zwölf Monate auf 326,6 Millionen Kanadische Dollar, der operative Mittelabfluss auf 78,7 Millionen.
Regulatorischer Rückenwind aus Washington
Ein möglicher Impulsgeber kommt aus den USA: Präsident Trump unterzeichnete eine Verfügung zur Umklassifizierung von Cannabis von Schedule I auf Schedule III. Das erleichtert Cannabis-Unternehmen den Zugang zu Bankdienstleistungen und erlaubt den Abzug normaler Betriebsausgaben – beides könnte die Margen der Branche spürbar verbessern.
Die Aktie selbst spiegelt die schwierige Lage wider: In den vergangenen fünf Jahren hat sie mehr als 99 % ihres Werts verloren, allein im vergangenen Jahr verlor sie 40 % – deutlich mehr als der Branchendurchschnitt von 16 %. Das Management peilt ein positives bereinigtes EBITDA für das Geschäftsjahr 2027 an. Ob der MTL-Deal dafür das nötige Fundament legt, wird sich spätestens in den Quartalsergebnissen nach dem Closing zeigen.
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