Canopy Growth Aktie: Wende in Sicht?
Canopy Growth steht vor dem Abschluss der MTL-Übernahme und meldet sinkende Verluste, während die Aktie weiterhin stark unter Druck steht. Das Unternehmen strebt für 2027 ein positives EBITDA an.

- Übernahme von MTL Cannabis steht kurz vor Vollzug
- Quartalsverluste deutlich gesunken, Margen jedoch geschwächt
- Aktienkurs verlor in fünf Jahren über 99 Prozent
- Ziel ist positives bereinigtes EBITDA für 2027
Canopy Growth steht vor einem ereignisreichen Abschluss des Geschäftsjahres: Die Übernahme von MTL Cannabis soll noch vor Ende März 2026 abgeschlossen werden, die Quartalszahlen zeigen ein gemischtes Bild, und die Aktie notiert weit unter früheren Höchstständen. Kann die MTL-Transaktion den erhofften Wendepunkt einläuten?
MTL Cannabis: Übernahme kurz vor dem Abschluss
Die Aktionäre von MTL Cannabis haben der Übernahme bei einer Sonderversammlung am 17. Februar 2026 mit 99,97 % der abgegebenen Stimmen zugestimmt. Rund 89 % der Aktionäre beteiligten sich an der Abstimmung – ein deutliches Signal der Unterstützung.
Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt üblicher Bedingungen, darunter die gerichtliche Endgenehmigung und weitere behördliche Freigaben. Canopy Growth erwartet den Vollzug noch vor Ende März 2026.
Strategisch positioniert das Unternehmen die Übernahme als Sprungbrett zur führenden Stellung im kanadischen Medizinalcannabis-Markt. MTL bringt ein bestehendes Patientennetzwerk, Anbau- und Ernteanlagen sowie eine Brücke in den europäischen Medizinalcannabis-Markt mit. Im Zwölfmonatszeitraum bis September 2025 erzielte MTL einen Nettoumsatz von 84 Millionen kanadischen Dollar, eine Bruttomarge von 51 % vor Fair-Value-Anpassungen und einen operativen Cashflow von 11 Millionen kanadischen Dollar. Canopy rechnet innerhalb von 18 Monaten mit annualisierten Kostensynergien von rund 10 Millionen kanadischen Dollar.
Quartalszahlen: Verluste sinken, Margen unter Druck
Die Q3-Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2026 (Quartal bis Ende Dezember 2025) zeigen Licht und Schatten. Der Nettoumsatz blieb mit 74,5 Millionen kanadischen Dollar (rund 54,5 Millionen US-Dollar) nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Beim Verlust je Aktie gab es jedoch deutliche Fortschritte: Der Verlust sank von 1,11 auf 0,18 kanadische Dollar.
Im Inland lief das Geschäft besser als im Vorjahr. Der kanadische Freizeitmarkt wuchs um 8 %, angetrieben von Infused Pre-Rolls und All-in-One-Vapes unter den Marken Tweed, 7ACRES und Claybourne. Der medizinische Bereich legte um 15 % zu, gestützt durch mehr Kassenpatienten und höhere Bestellvolumina.
International trübte sich das Bild ein. Die Bruttomarge sank um 300 Basispunkte auf 29 %, belastet durch geringere Verkäufe margenstarker Produkte im Ausland und höhere Lagerrückstellungen. In Europa wirkten Lieferkettenprobleme, und die Umsätze der Tochter Storz & Bickel gaben nach einem starken Vorjahresquartal nach.
Hohe Verluste trotz verbesserter Bilanzstruktur
Eine im Januar 2026 abgeschlossene Rekapitalisierung verlängerte die Fälligkeit sämtlicher ausstehender Verbindlichkeiten auf 2031 und verschafft dem Unternehmen damit finanziellen Spielraum. Die Verluste bleiben dennoch erheblich: Im rollierenden Zwölfmonatszeitraum summieren sich die Nettoverluste auf 326,6 Millionen kanadische Dollar; allein aus dem laufenden Betrieb flossen 78,7 Millionen kanadische Dollar ab.
Die Aktie hat in den vergangenen fünf Jahren mehr als 99 % ihres Wertes verloren und liegt allein im Jahresvergleich rund 40 % im Minus – deutlich schwächer als der Branchendurchschnitt von minus 16 %.
Potenzielle Rückendeckung könnte aus den USA kommen: Präsident Trump unterzeichnete im vergangenen Jahr eine Verfügung zur Umstufung von Cannabis von Schedule I auf Schedule III. Das könnte Cannabisunternehmen den Zugang zu Bankdienstleistungen erleichtern und ihnen erlauben, reguläre Betriebsausgaben steuerlich abzusetzen. Canopy Growth hält bereits eine US-Tochtergesellschaft für den Fall einer bundesweiten Legalisierung bereit.
Das Management peilt für das Geschäftsjahr 2027 ein positives bereinigtes EBITDA an. Mit dem Abschluss der MTL-Übernahme sollen Skaleneffekte, eine verbesserte Blumenversorgung und der Ausbau der EU-GMP-Zertifizierung diesen Weg ebnen – das EBITDA-Ziel 2027 bleibt damit der nächste konkrete Meilenstein.
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