Canopy Growth: Schedule III reclassification triggers 15.79% jump

Die geplante Herabstufung von Cannabis in den USA beflügelt die Aktie von Canopy Growth. Die Reform erleichtert die Forschung und bringt steuerliche Entlastungen für Unternehmen.

Die Kernpunkte:
  • US-Regierung plant Herabstufung von Cannabis
  • Aktie von Canopy Growth steigt um fast 16 Prozent
  • Reform ermöglicht steuerliche Abzugsfähigkeit von Kosten
  • Unternehmen bleibt trotz Euphorie weiterhin unprofitabel

In Washington bahnt sich die weitreichendste Cannabis-Reform seit einem halben Jahrhundert an. Die US-Regierung unter Donald Trump bereitet die Herabstufung von Marihuana in eine niedrigere Risikoklasse vor. Für die lange gebeutelte Cannabis-Branche ändert sich damit die rechtliche Grundlage fundamental. An der Börse reagieren Investoren prompt und treiben die Papiere von Canopy Growth massiv an.

Steuererleichterung als Kurstreiber

Die geplante Neueinstufung von „Schedule I“ auf „Schedule III“ stellt Cannabis auf eine Stufe mit verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln. Das erleichtert nicht nur die medizinische Forschung erheblich. Für staatlich lizenzierte Unternehmen entfällt eine entscheidende steuerliche Hürde. Bislang verwehrte der US-Steuercode den Abzug alltäglicher Betriebsausgaben wie Miete oder Gehälter. Künftig können Dispensaries diese Kosten steuerlich geltend machen. Das senkt den finanziellen Druck und könnte letztlich die Preise für Endkunden drücken.

Die Aussicht auf diese Entlastung beflügelte die Aktie von Canopy Growth. Der Kurs sprang im Tagesverlauf um fast 16 Prozent nach oben. Zeitgleich durchbrach der Wert wichtige kurzfristige Durchschnittslinien, was auf ein wiederkehrendes Momentum hindeutet.

Der lange Weg zum US-Markt

Eine vollständige Legalisierung auf Bundesebene bedeutet der Schritt allerdings nicht. Genau diese wäre für Canopy Growth zwingend nötig, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Als an der Nasdaq gelisteter Konzern darf das Unternehmen bisher keine US-Cannabis-Geschäfte direkt besitzen. Canopy hält zwar wirtschaftliche Anteile über die Einheit Canopy USA. Die Bilanzen dieser Tochtergesellschaft dürfen jedoch noch nicht in die Gesamtergebnisse einfließen.

Finanzielle Realität trifft auf Euphorie

Abseits der politischen Fantasie bleibt die operative Lage angespannt. Das Unternehmen verfügt über liquide Mittel von rund 371 Millionen kanadischen Dollar. Dem stehen langfristige Schulden in Höhe von 225 Millionen Dollar gegenüber. Parallel dazu verbesserte sich der operative Cashflow spürbar. Der Mittelabfluss sank in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres auf 45,5 Millionen Dollar.

Profitabel wirtschaftet der Konzern damit weiterhin nicht. Die jüngste Kursexplosion trifft auf ein Papier, das auf Sicht von fünf Jahren fast seinen kompletten Wert eingebüßt hat.

Charttechnisch hellt sich das Bild nach der langen Talfahrt nun auf. Der Kurs notiert wieder oberhalb der 200-Tage-Linie, Käufer verteidigen diesen langfristigen Trendkanal aggressiv. Sobald das Weiße Haus die Neueinstufung offiziell vollzieht, rückt die operative Umsetzung in den Fokus. Canopy Growth muss dann beweisen, dass die steuerlichen und regulatorischen Erleichterungen ausreichen, um den operativen Mittelabfluss endgültig zu stoppen.

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