Capital Stage erweitert Portfolio – Knackt die Aktie das Jahreshoch?

Die Performance des Aktienkurses von Capital Stage innerhalb der letzten zwölf Monate kann sich sehen lassen. Mit einem Kursplus von mehr als fünfzig Prozent zeigten Anteilsinhaber, dass sie vom Geschäftsmodell des Unternehmens mehr als überzeugt sind.

 

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Neuzugang in Großbritannien

Neben dem erfolgreichen Betrieb bereits vorhandener Anlagen ist Capital Stage jedoch weiterhin bestrebt, die Kapazitäten zu erweitern. Dazu wurde heute ein britischer Solarpark mit einer Erzeugungsleistung von 5 Megawatt von der F&S Solar Concept gekauft.

F&S verfügt in Großbritannien über eine Entwicklungspipeline von rund 50 Megawatt. Beide Unternehmen arbeiten insbesondere auf dem britischen Markt eng zusammen. Die Inbetriebnahme des Neuzugangs ist für den nächsten Monat geplant. Profitieren kann Capital Stage von der garantierten Einspeisevergütung von aktuell 0,1101 britischen Pfund pro Kilowattstunde für eine Dauer von zwanzig Jahren.

Der Konzern geht davon aus, dass allein für diese Anlage ab dem ersten vollen Betriebsjahr Umsätze von ca. 700.000 Euro erzielt werden.

 

Wahldividende kommt gut an

Das Vertrauen der Anleger in Capital Stage beweist auch die Annahme des Angebotes der Wahldividende von bisher mehr als 50% der Anteilsinhaber. Capital Stage bietet diesen zum zweiten Mal die Wahl zwischen einer Dividende als Barauszahlung oder aber in Form von Aktien an.

Bis zum 20. Juli haben Aktionäre noch Zeit, ihr Bezugsrecht für diese Wahldividende auszuüben. Dabei beläuft sich die Bardividende auf 0,15 Euro je Aktie. Wählt man den Bezug von Aktien, erhält man im Gegenzug für die Ansprüche aus 42 Aktien die Berechtigung zum Bezug einer neuen Aktie zum Bezugspreis von 6,30 Euro. Die Barauszahlung ist für den 27. Juli geplant, die Einbuchung der neuen Aktien soll am 04. August erfolgen.

 

Capital Stage ist gut im Geschäft

Capital Stage steht für das Betreiben von Solar- und Windparkanlagen. Insgesamt verfügt das Unternehmen über ein Portfolio von 71 Solarparks und 6 Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 480 Megawatt. Neben Deutschland stehen diese Anlagen in Italien, Frankreich und Großbritannien.

Der Konzern ist dabei auf den Erwerb von schlüsselfertigen Projekten, aber auch von bereits bestehenden Anlagen in Regionen mit politisch stabilem Umfeld und kalkulierbaren Rahmenbedingungen fokussiert.

Den Betrieb der Anlagen übernimmt dabei die Tochter Capital Stage Solar Service mit der technischen und kaufmännischen Betriebsführung. Gleichzeitig wird auch für die Anlagen von Dritten die Betriebsführung mit einem Volumen von 185 Megawatt übernommen.

Zuletzt zeigte Capital Stage Interesse an der insolventen Prokon. Insgesamt wollte man knapp 95% der Anteil übernehmen. Aus diesem Deal wurde jedoch nichts, da die Gläubigerversammlung sich für einen anderen Weg, in diesem Fall die Gründung einer Genossenschaft, entschloss.

 

Starke Aussichten für das Geschäftsjahr

Während bereits das letzte Geschäftsjahr mit guten Ergebnissen überzeugen konnte, erwartet der Vorstand eine Fortsetzung dieser Entwicklung in diesem Jahr. Auf Basis des Bestandes per Ende März rechnet man daher mit einem Anstieg des Umsatzes um rund 35%. Damit sollen mehr als 105 Mio. Euro erzielt werden nach 77,8 Mio. im Jahr zuvor.

Das operative EBITDA soll sich nach 54,5 Mio. Euro zuvor auf mehr als 73,3 Mio. Euro steigern. Auch das operative EBIT wird mit einem Zuwachs von knapp 30% bei 43,2 Mio. Euro erwartet.

 

Aktie mit leichten Verlusten nach Jahreshoch

Diese hohen Erwartungen und die damit verbundene positive Grundstimmung spiegeln sich bereits im Aktienkurs wider. Erst vor zwei Tagen wurde ein neues Jahreshoch bei 7,09 Euro markiert. Kurz danach gab es wieder einige Verluste, jedoch notiert der Wert heute im Plus mit einem Zuwachs von gut 1%.

150716 Capital Stage

Mehrere Insiderkäufe in den letzten Tagen haben den Anstieg der letzten Tage sicherlich unterstützt. Mehr als 325.000 Aktien von Capital Stage wurden dabei von Personen, die in enger Beziehung zum Unternehmen stehen, erworben.

Auch das Bankhaus Lampe nahm den Wert nun mit einer Kaufen-Empfehlung und einem Kursziel von 8,40 Euro in ihre Bewertung auf. Positiv wurde u. a. die Erzielung von konjunkturunabhängige stabile und planbaren Cashflows gesehen.

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