Carbios Aktie: Wankai investiert 5 Millionen Euro
Carbios zeigt charttechnische Stabilisierung, während ein 5-Millionen-Euro-Investment aus China und das Flaggschiff-Projekt in Frankreich neue Perspektiven eröffnen.

- Mögliche Trendwende durch Double-Bottom-Formation
- Chinesischer Partner investiert 5 Millionen Euro
- PET-Recycling-Anlage in China geplant
- Produktionsstart in Longlaville für 2028 avisiert
Die Aktie des Biotech-Unternehmens Carbios zeigt erste Stabilisierungstendenzen. Nach einem Rutsch auf das 52-Wochen-Tief von 6,09 Euro Ende Mai notiert das Papier am Donnerstag bei 7,50 Euro – ein Plus von 2,74 Prozent zum Vortag. Rund 14.000 Aktien wechselten zuletzt die Hand, was auf eine leichte Belebung hindeutet. Doch der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 9,23 Euro beträgt weiterhin fast 19 Prozent.
Technisches Signal mit Spannung
Charttechniker haben ein „Double Bottom“ identifiziert – eine Formation, die häufig einer Trendwende vorausgeht. Sie begann Mitte Mai zu entstehen und deutet auf eine mögliche Erholungsphase hin. Das daraus abgeleitete Kursziel: 9,13 Euro. Ein potenzielles Plus von rund 22 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.
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Allerdings: Der langfristige Abwärtstrend ist intakt. Der RSI von 34 Punkten signalisiert zwar überverkaufte Niveaus, aber die gleitenden Durchschnitte liefern noch kein klares Kaufsignal. Die Aktie notiert unter allen drei relevanten Linien (50, 100 und 200 Tage). Die jüngste Erholung ist ein zarter Hoffnungsschimmer – mehr nicht.
Chinesischer Partner steigt ein
Ein handfester Katalysator bahnt sich im zweiten Quartal 2026 an. Der chinesische Partner Wankai New Materials hat eine strategische Investition von 5 Millionen Euro in das Kapital von Carbios zugesagt. Der Geldfluss soll im Juni 2026 abgeschlossen werden.
Parallel dazu planen beide Unternehmen den Bau einer PET-Biorecycling-Anlage in China. Sie soll Anfang 2027 den Betrieb aufnehmen und jährlich 50.000 Tonnen PET-Abfall verarbeiten. Der Deal ist Teil der Asien-Expansion von Carbios und bringt dringend benötigte finanzielle Mittel.
Flaggschiff-Projekt auf der Zielgeraden
Das industrielle Kernprojekt bleibt die Anlage in Longlaville, Frankreich. Die Baukosten sind auf 230 Millionen Euro veranschlagt. Öffentliche Hilfen in Höhe von 42,5 Millionen Euro sind bereits bewilligt. Das Management arbeitet daran, die restliche Finanzierung bis zum dritten Quartal 2026 abzuschließen. Der Produktionsstart ist für das erste Halbjahr 2028 geplant.
Immerhin: Rund 50 Prozent der künftigen Kapazität sind bereits durch Vorverträge gesichert. Das Ziel liegt bei 70 Prozent. Die Liquidität von rund 60 Millionen Euro zu Jahresbeginn gibt zudem Zeit für die finale Finanzierungsrunde.
Hauptversammlung im Juni
Am 21. Mai 2026 blicken Aktionäre gespannt auf die ordentliche Hauptversammlung im kommenden Monat. Sie wird die letzte Gelegenheit sein, den Fortschritt des industriellen Fahrplans zu prüfen, bevor ein geplanter Führungswechsel die internationale Expansion begleiten soll. Der Ausgang der Finanzierungsgespräche für Longlaville dürfte dabei das bestimmende Thema sein.
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