Carbios Aktie: Wankai verschiebt Start auf 2028
Carbios verschiebt Biorecycling-Anlage in China auf 2028 und tauscht den CEO aus. Die Aktie verliert in einer Woche 22 Prozent.

- China-Anlage startet erst 2028
- CEO Benoît Grenot übernimmt Führung
- Aktie fällt auf neues Jahrestief
- Barreserven von 59 Millionen Euro
Führungswechsel und geplatzte Zeitpläne belasten Carbios schwer. Das französische Cleantech-Unternehmen muss seine internationalen Expansionspläne deutlich strecken. Anleger reagieren nervös, weil das wichtige Biorecycling-Projekt in China ins Stocken gerät.
Anlage in China startet später
Der Zeitplan für das Vorhaben verschiebt sich massiv. Carbios und Partner Wankai wollen die geplante Anlage erst im ersten Halbjahr 2028 in Betrieb nehmen. Dann soll die Fabrik jährlich 50.000 Tonnen Plastik enzymatisch recyceln.
Das betrifft auch die Finanzen. Wankai verschiebt eine geplante Kapitalerhöhung über fünf Millionen Euro auf Ende 2026. Investoren warten nun deutlich länger auf industrielle Umsätze aus dem chinesischen Markt.
Neuer Chef übernimmt
Mitten in dieser operativen Umbauphase wechselt das Management. Benoît Grenot übernimmt den Posten des Chief Executive Officers. Er steuert das Unternehmen durch eine schwierige Marktphase.
Immerhin bleibt das finanzielle Polster vorerst solide. Ende 2025 meldete Carbios Barreserven von 59 Millionen Euro. Dieses Geld fließt in die Forschung und bringt die Technologie auf den Markt.
Aktie stürzt ab
Die Börse straft diese Rückschläge hart ab. Allein in den vergangenen sieben Tagen verlor das Papier rund 22 Prozent an Wert. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 44 Prozent.
Am Mittwoch markierte der Kurs bei 5,75 Euro ein neues Jahrestief. Aktuell pendelt die Aktie um 6,48 Euro. Der weite Abstand zur 200-Tage-Linie unterstreicht den massiven Abwärtstrend.
Ein RSI-Wert von 33,5 signalisiert eine stark überverkaufte Situation. Die Folge: hohe Schwankungen. Mit einer Volatilität von gut 58 Prozent bleibt das Papier hochspekulativ. Grenot muss nun beweisen, dass die neuen operativen Ziele für 2028 belastbar sind. Gelingt das nicht, droht der nächste Test des jüngsten Tiefs.
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