Carbios: ESG-Score 31,8 als „High Risk“

Carbios will die Plastikkrise mit Enzymen lösen. Ausgerechnet jetzt stufen Analysten das Unternehmen bei Nachhaltigkeitsrisiken herab. Während die Technologie auf die industrielle Skalierung zusteuert, rücken finanzielle Stabilität und Projektrisiken in den Fokus.
Das Analysehaus PitchBook stuft Carbios seit dieser Woche in die Kategorie „High Risk“ ein. Mit einem Score von 31,8 signalisiert die Bewertung ein erhöhtes Risiko bei materiellen ESG-Themen. Parallel dazu belastet die schwache Kursentwicklung das Bild, da die Aktie seit Jahresbeginn rund 35 Prozent an Wert verloren hat.
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Der Nettoverlust weitete sich im Geschäftsjahr 2025 auf 34,3 Millionen Euro aus. Ein wesentlicher Grund war eine außerordentliche Abschreibung auf eine Tochtergesellschaft. Dennoch verfügte das Unternehmen Ende 2025 über liquide Mittel von 59,1 Millionen Euro. Diese Reserven sollen den Betrieb für mehr als zwölf Monate sichern.
Großprojekt in Longlaville unter Finanzierungsdruck
Der Bau der weltweit ersten enzymatischen PET-Recyclinganlage im französischen Longlaville bleibt das Herzstück der Strategie. Die Anlage soll jährlich 50.000 Tonnen Kunststoffabfälle verarbeiten. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2028 geplant, sofern die restliche Finanzierung gesichert wird.
Bisher stehen 42,5 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln bereit. Die finale Struktur aus privatem Kapital und Schulden soll bis zum dritten Quartal 2026 stehen. Indes sind bereits Verträge für fast 50 Prozent der künftigen Produktionskapazität unterzeichnet.
Expansion nach Asien
In China treibt Carbios die Internationalisierung voran. Gemeinsam mit Wankai New Materials ist ein Werk in Haining geplant, das bereits Anfang 2027 den Betrieb aufnehmen soll. Wankai hat zudem eine Kapitalerhöhung um fünf Millionen Euro bis Juni 2026 zugesagt.
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 7,52 Euro. Damit liegt das Papier zwar deutlich über dem Jahrestief von 6,03 Euro, aber auch weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 15,19 Euro. Die kommenden Monate bis zum Finanzierungsschluss im Herbst 2026 werden über die industrielle Skalierbarkeit entscheiden.
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