Cardano: 16 Millionen ADA gestohlen
Ein Millionen-Diebstahl bei einem Wallet-Anbieter treibt den ADA-Kurs auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren.

- ADA fällt auf 0,14 US-Dollar
- 16 Millionen Coins bei SecondFi gestohlen
- Emurgo kündigt Wiederherstellungsplan an
- Marktstimmung auf historischem Tiefpunkt
Cardano erreicht einen neuen Tiefpunkt. Der Kurs der Kryptowährung ADA fiel am Montag auf 0,14 US-Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit fünf Jahren. Ein massives Sicherheitsleck bei einem Wallet-Anbieter löste die jüngste Verkaufswelle aus.
Millionen-Diebstahl bei SecondFi
Zwischen dem 21. und 23. Juni nutzten Angreifer eine Schwachstelle beim Wallet-Anbieter SecondFi aus. Die Software wies einen Fehler bei der Erstellung privater Schlüssel auf. Kriminelle konnten diese Lücke nutzen, um Zugriff auf fremde Guthaben zu erhalten.
Rund 16 Millionen ADA flossen so von 374 betroffenen Adressen ab. Experten der Sicherheitsfirma SlowMist schätzen den Gesamtschaden inklusive gestohlener NFTs deutlich höher ein. Die Summe könnte 20 Millionen US-Dollar übersteigen. Entwickler des Unternehmens Emurgo konnten parallel dazu weitere 129 Millionen ADA sichern.
Wiederherstellungsplan steht
Emurgo-Chef Phillip Pon kündigte eine Lösung für die geschädigten Nutzer an. Ein Wiederherstellungsplan sieht vor, die Bestände innerhalb von zwei Wochen zu restaurieren. Als Basis dient ein Schnappschuss der Kontostände vom 26. Juni.
Betroffene sollten derzeit keine Gelder bewegen oder Wiederherstellungsphrasen in neue Software importieren. Ein offizielles Prüf-Tool soll Anfang nächster Woche erscheinen. Betrüger versuchen bereits, die Verunsicherung für gefälschte Rückerstattungsprogramme auszunutzen.
Stimmung auf dem Nullpunkt
Der Markt reagiert empfindlich auf die Nachricht. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf fast 60 Prozent. Der Abstand zum bisherigen Jahreshoch beträgt mittlerweile über 85 Prozent.
Der RSI von 28 signalisiert eine technisch überverkaufte Lage. An den Terminmärkten dominieren dennoch die Skeptiker. Die Finanzierungsraten sind negativ, was auf eine Mehrheit an Short-Positionen hindeutet.
Abseits der Krise startete am 23. Juni das Leios-Testnetz. Dieses Update soll die Skalierbarkeit des Netzwerks langfristig verbessern. Die Organisation Intersect treibt zudem die Vorbereitungen für das nächste Protokoll-Upgrade voran.
Die politische Lage in den USA dämpft die Hoffnung auf eine schnelle Erholung zusätzlich. Analysten senkten die Wahrscheinlichkeit für das Krypto-Gesetz „CLARITY Act“ in diesem Jahr auf 50 Prozent. Hält die Unterstützung bei 0,14 US-Dollar nicht, drohen weitere Abverkäufe.
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