Cardano: Investitionspläne bekanntgegeben
Großinvestoren bauen ihre Cardano-Positionen massiv aus, während Privatanleger abwarten und der Derivate-Markt auf fallende Kurse setzt. Das Ökosystem arbeitet parallel an wichtigen Skalierungs- und Governance-Updates.

- Massiver Rückgang des Spot-Handelsvolumens um über 95%
- Großinvestoren kaufen ADA im Wert von über 370 Millionen US-Dollar
- Derivate-Markt zeigt deutliche Short-Lastigkeit
- Wichtige Governance- und Skalierungs-Updates für 2026 geplant
Cardano ringt nach einem schwankungsreichen Januar um Stabilität. Während Privatanleger sich weitgehend zurückziehen, bauen große Adressen ihre Positionen deutlich aus – ein Spannungsfeld, das die kurzfristige Entwicklung von ADA maßgeblich prägen dürfte. Parallel arbeitet das Ökosystem an wichtigen Infrastruktur- und Governance-Projekten, die 2026 zu einem entscheidenden Jahr machen könnten.
Bröckelnde Liquidität, gehaltene Unterstützung
Seit Jahresbeginn ist das Spot-Handelsvolumen von Cardano auf dezentralen Börsen massiv zurückgegangen. Laut Dune-Daten, auf die sich BeInCrypto beruft, erreichte das DEX-Volumen am 6. Januar noch einen Peak von rund 1,49 Mio. US-Dollar – just an dem Tag, an dem ADA sein bisheriges Jahreshoch um 0,42 US-Dollar markierte. Bis zum 22. Januar fiel das Volumen dann auf etwa 68.552 US-Dollar, ein Rückgang von über 95 Prozent in gut zwei Wochen. Typischerweise zeigt ein solcher Einbruch, dass viele kleinere Marktteilnehmer den Handel deutlich zurückfahren.
Charttechnisch verlor ADA Mitte Januar die 20-Tage-EMA, ein häufig beachteter Indikator für den kurzfristigen Trend. Der Bruch ging mit zunehmendem Verkaufsdruck einher. Dennoch verteidigt der Coin bislang die wichtige Unterstützungszone bei 0,33–0,34 US-Dollar. Dieser Bereich stoppte bereits die Schwächephase im Dezember 2025 und diente im November 2024 als Ausgangspunkt für den damaligen Anstieg bis auf 1,32 US-Dollar.
Am 22. Januar gelang ADA nach vier roten Tageskerzen in Folge wieder eine erste Erholung von dieser Zone. Auf der Oberseite erweist sich der Bereich um 0,43 US-Dollar dagegen weiterhin als hartnäckiger Widerstand, wie Zurückweisungen am 6. und 14. Januar gezeigt haben.
Ein Blick auf die aktuellen Kursdaten unterstreicht das Bild: Mit rund 0,36 US-Dollar notiert ADA nur knapp über dem 52‑Wochen‑Tief bei 0,33 US-Dollar und deutlich unter dem Zwischenhoch von 0,87 US-Dollar, während der 14‑Tage‑RSI mit 32,5 bereits nahe an überverkauften Bereichen liegt.
Wale kaufen, Derivate wetten dagegen
Milliarden-ADA-Adressen erhöhen Einsatz
Während das Handelsvolumen im Spotmarkt ausdünnt, drehen große Adressen deutlich auf. Wallets mit mehr als 1 Milliarde ADA begannen um den 14. Januar verstärkt zu akkumulieren – obwohl der Kurs zu diesem Zeitpunkt weiter nachgab. Diese Gruppe erhöhte ihre Bestände von 1,92 auf 2,93 Milliarden ADA und nahm damit rund 1,01 Milliarden ADA auf. Auf Basis der aktuellen Kursspanne entspricht das einem Wert von grob 360–380 Mio. US-Dollar.
Kurz darauf folgte eine zweite Größenklasse. Adressen mit 10 bis 100 Millionen ADA starteten ihre Zukäufe am 17. Januar, also genau an dem Tag, an dem ADA die 20‑Tage‑EMA vollständig verlor. Ihre Bestände kletterten von 13,61 auf 13,64 Milliarden ADA – ein Plus von etwa 30 Millionen ADA im Gegenwert von rund 11 Mio. US-Dollar. Marktbeobachter werten diese Entwicklung als Hinweis darauf, dass große Player den jüngsten Rückgang eher als Gelegenheit sehen.
Futures-Markt klar short-lastig
Auf der Derivate-Seite ergibt sich ein anderes Bild. In den unbefristeten Futures dominieren aktuell Short-Positionen. Insgesamt sind rund 22,12 Mio. US-Dollar an Short-Leverage aufgebaut. Speziell auf Binance zeigt sich eine deutlich short-lastige Positionierung, bei der das Liquidationsrisiko für Short-Positionen etwa 2,5-mal so hoch ist wie für Long-Positionen.
Die nächsten Trigger-Marken im Orderbuch liegen dabei eng am aktuellen Kurs: Ab etwa 0,37 US-Dollar beginnt der Bereich, in dem Short-Liquidationen ausgelöst werden könnten, oberhalb von 0,39 US-Dollar würde der Druck spürbar zunehmen. Diese Konstellation bedeutet: Kommt es zu einer dynamischen Bewegung nach oben, könnten erzwungene Eindeckungen den Anstieg verstärken – das gilt umgekehrt aber ebenso für eine Ausweitung der Schwäche, sollte die Unterstützung brechen.
Governance-Schub und Ökosystem-Pläne
Cardano Foundation erweitert Delegationen
Auf der Fundamentalseite meldete die Cardano Foundation am 20. Januar einen wichtigen Schritt in der Governance-Struktur. Insgesamt 220 Millionen ADA wurden zusätzlich an elf Community-Delegierte (DReps) vergeben, jeweils rund 20 Millionen ADA pro Repräsentant. Die gesamte Delegation der Foundation an Community-DReps steigt damit auf 360 Millionen ADA.
Inhaltlich fokussieren sich die neuen Delegationen auf zwei Säulen: „Adoption“ und „Operations“. Auf der Adoptionsseite stehen unter anderem Vertreter von Projekten wie NMKR, Liqwid Finance sowie regionale Community-Leader. Die Operations-DReps stammen vor allem aus dem technischen Bereich: Stake-Pool-Betreiber und Infrastruktur-Anbieter wie Adastat, Pooltool und Martin Lang, der Ersteller von SPO Scripts. Ziel ist es, zentrale Protokoll- und Ökosystementscheidungen stärker in die Hände aktiver Community-Akteure zu legen.
Roadmap 2026: Skalierung und Privacy
Für 2026 zeichnet sich eine Reihe von Infrastruktur-Meilensteinen ab, die die technische Basis von Cardano weiter ausbauen sollen:
- Midgard Layer 2: Ein Optimistic-Rollup-Ansatz, der die Transaktionskapazität deutlich erhöhen soll, während die Sicherheit weiter an der Cardano-Basisschicht andockt.
- Ouroboros Leios Lite: Die erste produktionsreife Phase des nächsten großen Skalierungsupgrades. Simulationen deuten auf ein mögliches Durchsatzplus von 30- bis 50-fach gegenüber der heutigen Mainnet-Kapazität hin.
- Midnight Network Start: Der Launch des auf Datenschutz fokussierten Partnernetzwerks wird für Anfang 2026 erwartet. Midnight soll privacy-orientierte Smart Contracts in das Cardano-Ökosystem bringen.
- Tier‑1‑Stablecoin-Integration: Ein Vorschlag über 70 Millionen ADA für kritische Infrastruktur aus der Cardano Pentad hat breiten Rückhalt bei den DReps erhalten und soll die Einbindung eines zentralen Stablecoins vorantreiben.
Regulierung: Offener Schlagabtausch
Auch auf regulatorischer Ebene bleibt Cardano nicht stumm. Gründer Charles Hoskinson sorgte am 22. Januar für Aufmerksamkeit, als er die Unterstützung von Ripple-CEO Brad Garlinghouse für den Entwurf des Clarity Act im US-Senat kritisierte. Die Wortmeldung unterstreicht, wie kontrovers innerhalb der Branche derzeit über geeignete Regulierungsrahmen gestritten wird.
Technisches Bild und Ausblick
Auf Indikatorseite zeigt der Money Flow Index (MFI) erste Anzeichen einer Erholung, während der Preis noch nahe den jüngsten Tiefs verharrt. Das spricht eher für selektives „Dip Buying“ als für panikgetriebene Abgaben.
Charttechnisch stechen aktuell vor allem folgende Marken hervor:
- Widerstände:
- ca. 0,37 US-Dollar (erster Bereich für Short-Liquidationen)
- ca. 0,39 US-Dollar (zunehmender Liquidationsdruck)
0,42–0,43 US-Dollar (größere Angebotszone und bisheriger Jahreswiderstand)
Unterstützung:
- 0,33–0,34 US-Dollar (zentrale Nachfragezone mit Vorgeschichte als Wendepunkt)
In Summe steht Cardano Ende Januar an einem markanten Punkt: Auf der einen Seite ein ausgetrockneter Spotmarkt mit schwacher Privatanlegerbeteiligung und klar short-ausgerichteten Derivatemärkten, auf der anderen Seite deutliche Netto-Käufe großer Adressen im Umfang von über 370 Mio. US-Dollar und ein prall gefüllter Fahrplan an technischen und Governance-Initiativen. Solange die Zone um 0,33–0,34 US-Dollar hält, bleibt die aktuelle Marktstruktur intakt; ein Bruch dieser Unterstützung würde das kurzfristige Bild deutlich eintrüben, während ein Anlauf auf 0,39–0,43 US-Dollar das Short-Übergewicht schnell in einen zusätzlichen Kurstreiber verwandeln könnte.
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