Cardano: Pogun zielt auf 1,6 Billionen
Cardano aktiviert erfolgreich die Van-Rossem-Hard-Fork und leitet mit der Pogun-Initiative den Einstieg in Bitcoin-DeFi ein.

- Dezentrale Governance erfolgreich umgesetzt
- Neue Sidechain für Bitcoin-Liquidität
- Großinvestoren erhöhen ihre ADA-Bestände
- Grayscale bereitet Cardano-ETF vor
Cardano hat die Van Rossem Hard Fork erfolgreich aktiviert. Damit ist der Übergang zur Protokoll-Version 11 abgeschlossen. Zum ersten Mal wurde ein umfassendes Upgrade vollständig durch eine dezentrale On-Chain-Governance ratifiziert und umgesetzt.
Dezentrale Governance im Härtetest
Die Abstimmungsergebnisse fielen deutlich aus. Rund 78 Prozent der Delegierten und die Mehrheit der Stake-Pool-Betreiber stimmten für die Neuerung. Technisch verbessert das Upgrade vor allem die Smart-Contract-Umgebung Plutus. Das Ziel sind geringere Gebühren für dezentrale Anwendungen durch effizientere Skripte.
Die Sicherheit im Netzwerk steigt parallel dazu. Jeder Stake-Pool nutzt nun individuelle kryptografische Schlüssel. Das verhindert spezifische Angriffsszenarien auf die Konsistenz der Blockchain. Ab August 2026 beginnt die schrittweise Übergabe der Netzkontrolle an externe Spezialfirmen.
Strategiewechsel in Richtung Bitcoin-DeFi
Gründer Charles Hoskinson plant bereits den nächsten Schritt. Mit der Initiative „Pogun“ will Cardano das brachliegende Kapital des Bitcoin-Netzwerks nutzen. Das Volumen wird auf rund 1,6 Billionen US-Dollar geschätzt. Eine eigene Sidechain soll Bitcoin-Besitzern den Zugang zu Finanzanwendungen ermöglichen.
ADA übernimmt dabei eine zentrale Funktion. Alle Transaktionsgebühren innerhalb dieses neuen Rahmens werden in ADA abgerechnet. Das könnte eine dauerhafte strukturelle Nachfrage nach dem Token erzeugen. Die strategische Ausrichtung verschiebt sich damit weg von rein interner Skalierung hin zur Cross-Chain-Liquidität.
Institutionelles Interesse nimmt zu
Der Kurs notiert aktuell bei rund 0,17 US-Dollar. Seit Beginn des Jahres verlor ADA zwar über 50 Prozent an Wert, doch Großinvestoren nutzen das aktuelle Niveau offenbar zum Einstieg. Wallets mit Beständen zwischen 100.000 und 100 Millionen ADA kontrollieren mittlerweile über 25,6 Milliarden Token.
Die nächste Ausbaustufe ist bereits terminiert. Im zweiten Halbjahr 2026 beginnt die Testphase für Ouroboros Leios. Das System soll die Geschwindigkeit auf über 1.000 Transaktionen pro Sekunde heben. Der Vermögensverwalter Grayscale bereitet unterdessen den Start eines eigenen Cardano-ETFs vor.
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