Cardano: Wale kaufen, Kurs zögert
Großinvestoren erhöhen ihre ADA-Bestände auf Rekordniveau, während der Kurs an der 0,19-Dollar-Marke kämpft und die Netzwerkaktivität sinkt.

- Whale-Konzentration erreicht 67 Prozent
- Kursrallye stockt an 0,19-Dollar-Widerstand
- Netzwerkaktivität fällt auf Mehrmonatstief
- Zwei Upgrades als potenzielle Kurstreiber
ADA legte in den vergangenen sieben Tagen um rund 27 Prozent zu und kletterte von einem Tief bei 0,1387 Dollar Ende Juni auf über 0,18 Dollar. Der Coin schob sich damit an Chainlink, Monero und Stellar vorbei und liegt jetzt auf Platz 13 der größten Kryptowährungen. Vor dem nächsten Schritt steht allerdings eine Marke, an der die Rallye zuletzt mehrfach hängen blieb.
Die Marke bei 0,19 Dollar entscheidet
Am 10. Juli notierte ADA bei 0,1686 Dollar, der RSI von 47,54 zeigt eine neutrale Lage — trotz der Rallye also kein Überkauft-Signal. Bei 0,19 Dollar treffen drei technische Widerstände aufeinander: der 50-Tage-EMA, das obere Bollinger-Band und ein Pivot-Punkt. Ein Tagesschluss über dieser Zone würde Luft bis in den Bereich zwischen 0,21 und 0,22 Dollar schaffen. Nach unten sichert die Marke bei 0,17 Dollar am 20-Tage-EMA ab.
Wale kaufen gegen die Angst
Der Crypto Fear and Greed Index steht bei 24 Punkten und signalisiert damit extreme Angst im Gesamtmarkt. Ausgerechnet in dieser Phase bauen große Adressen ihre Positionen aus: Whale-Wallets kontrollieren mittlerweile 67 Prozent des zirkulierenden ADA-Angebots, die höchste Konzentration seit 2020. Eine Untergruppe mit 10 bis 100 Millionen ADA steigerte ihren Anteil Ende Juni von 37,66 auf 38,13 Prozent — während der breitere Kryptomarkt im gleichen Monat rund 40 Prozent an Wert verlor.
Die Netzwerkaktivität entwickelt sich dabei gegenläufig zur Whale-Nachfrage. Die tägliche Transaktionszahl fiel auf 17.400, den niedrigsten Stand seit 45 Tagen, und Smart-Contract-Transaktionen brachen auf rund 4.250 pro Tag ein — deutlich unter dem Juni-Hoch von 26.000. Bei einigen DEX-Protokollen sackten die Monatsgebühren um bis zu 96 Prozent ab, ein Hinweis auf sprunghaftes statt nachhaltiges Handelsvolumen. ADA liegt damit weiterhin rund 94 Prozent unter seinem Allzeithoch von 3,10 Dollar aus dem Jahr 2021.
Zwei Katalysatoren im Blick
Technisch bringt das Netzwerk in den kommenden Wochen gleich zwei Neuerungen voran. Das Leios-Upgrade läuft bereits im öffentlichen Testnet und soll die Netzwerkkapazität um das 60-fache steigern. Der bereits ratifizierte Van-Rossem-Hard-Fork verbessert zusätzlich die Leistung von Plutus Smart Contracts.
Analysten sehen ADA für das zweite Halbjahr 2026 in einer Spanne zwischen 0,17 und 0,27 Dollar, wobei der Van-Rossem-Fork und ein mögliches ETF-Eignungsfenster im August als entscheidende Impulse gelten. Ob die Marke bei 0,19 Dollar fällt oder erneut abweist, dürfte sich in den kommenden Handelstagen zeigen — bis dahin bleibt die Divergenz zwischen akkumulierenden Walen und schrumpfender Netzwerknutzung das prägende Bild.
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