Cardinal Health Aktie: EPS-Prognose 12,40–12,60 Dollar für 2027

Cardinal Health erhöht den bereinigten Gewinn je Aktie um 37 Prozent und genehmigt ein Rückkaufprogramm über 5,0 Milliarden US-Dollar.

Die Kernpunkte:
  • Geschäftsjahresumsatz steigt auf 254,2 Milliarden
  • Bereinigtes EPS wächst um 37 Prozent
  • Gewinnziel 2027 liegt bei 12,40 bis 12,60 US-Dollar
  • Board genehmigt Rückkäufe über 5,0 Milliarden US-Dollar

Nach der Vorlage der Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr blickt der US-Gesundheitsdienstleister Cardinal Health optimistisch auf die kommenden Monate.

Trotz eines leichten Unterschreitens der Umsatzerwartungen im vierten Quartal untermauert das Unternehmen seine Wachstumsambitionen durch eine starke Gewinnentwicklung und umfangreiche Kapitalrückführungen an die Aktionäre. Das Management konzentriert sich dabei zunehmend auf die Profitabilität und den Ausbau der Marktanteile im Pharmasektor.

Starke Ertragslage und neue Milliardenziele

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 verzeichnete Cardinal Health einen Umsatzsprung von 14 % auf insgesamt 254,2 Milliarden US-Dollar. Besonders die Ergebnisseite zeigte eine deutliche Dynamik: Der bereinigte Gewinn je Aktie (Non-GAAP diluted EPS) kletterte um 37 % auf 11,26 US-Dollar.

Im vierten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 63,7 Milliarden US-Dollar. Damit lag der Wert zwar unter den Markterwartungen von 65,03 Milliarden US-Dollar, dennoch stieg der operative Non-GAAP-Gewinn in diesem Zeitraum um 30 % auf 935 Millionen US-Dollar.

Für das neu angebrochene Geschäftsjahr 2027 gab das Management eine Prognose ab, die ein Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie zwischen 13 % und 15 % vorsieht. Dies entspricht einer Zielspanne von 12,40 bis 12,60 US-Dollar. Dabei kalkuliert das Unternehmen mögliche Belastungen durch Preisänderungen im Rahmen des Inflation Reduction Act (IRA) bereits ein.

Das Management geht davon aus, dass diese regulatorischen Eingriffe zwar den Umsatz prozentual beeinflussen, jedoch keine negativen Auswirkungen auf den Gewinn haben werden. Steigende Kosten für Kraftstoffe und Rohstoffe sollen zudem durch moderate Vorteile bei den Zöllen ausgeglichen werden.

Analysten heben den Daumen

Die jüngsten Geschäftszahlen und der positive Ausblick lösten eine Welle von Kurszielanhebungen aus. Die Analysten von Leerink Partners nahmen die Beobachtung am 11. August mit einem Kursziel von 292 US-Dollar auf. Auch die Royal Bank of Canada (RBC) startete am 19. August ihre Abdeckung mit einer „Outperform“-Einstufung und sieht das Ziel bei 276 US-Dollar.

In der Breite des Marktes wurde die Strategie des Konzerns ebenfalls positiv aufgenommen. Namhafte Häuser wie Morgan Stanley, die Citigroup und Wells Fargo passten ihre Erwartungen nach oben an, wobei die neuen Kursziele überwiegend in einem Bereich zwischen 250 und 280 US-Dollar angesiedelt sind.

Die Experten würdigten dabei vor allem die Fähigkeit des Unternehmens, Margenausweitungen trotz eines herausfordernden makroökonomischen Umfelds zu realisieren.

Dividende und Aktienrückkäufe im Fokus

Anleger profitieren derzeit nicht nur von der operativen Stärke, sondern auch von einer aktiven Kapitalallokation. Das Board of Directors hat ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 5,0 Milliarden US-Dollar genehmigt.

Bereits im vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres schloss Cardinal Health Rückkäufe im Wert von 350 Millionen US-Dollar ab, womit sich die Gesamtsumme der im Geschäftsjahr 2026 zurückgekauften Anteile auf 1,4 Milliarden US-Dollar beläuft.

Parallel dazu bestätigte das Unternehmen eine Bardividende in Höhe von 0,516 US-Dollar je Aktie. Der Ex-Tag für diese Ausschüttung ist auf den 1. Oktober 2026 festgesetzt. Diese kontinuierliche Dividendenpolitik unterstreicht die solide Cashflow-Generierung des Konzerns.

An der Börse wird die Entwicklung positiv quittiert. Das Papier notiert mit 214,10 € derzeit nur knapp unter seinem Rekordniveau. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 215,80 € beträgt lediglich 0,8 %.

Mit einem Plus von 22 % seit Jahresanfang spiegelt der Kurs die Zuversicht der Investoren in die langfristige Strategie von Cardinal Health wider. Dass einzelne Führungskräfte, darunter der CFO und der CIO, vor gut drei Wochen Aktienpakete veräußerten, belastete den positiven Trend bisher nicht nachhaltig.

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