Carl Zeiss Meditec Aktie: Mietkosten steigen auf 10 Millionen Euro

Der Medizintechnikkonzern muss ab 2027 jährlich zehn Millionen Euro Miete zahlen – bei gleichzeitig schrumpfender Marge und laufendem Effizienzprogramm.

Die Kernpunkte:
  • Jährliche Mietkosten steigen auf zehn Millionen Euro
  • Umsatzrückgang um 5,7 Prozent im ersten Halbjahr
  • EBITA-Marge fällt auf 6,1 Prozent
  • Neue CEO übernimmt zum 1. Juni

Für Carl Zeiss Meditec wird der neue High-Tech-Standort in Jena teuer – zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Der Medizintechnikkonzern kämpft mit einer massiv geschrumpften Marge und hat ein Sparprogramm gestartet. Nun kommen fixe Millionenkosten hinzu.

Standort Jena wird zum Kostentreiber

Der Mietvertrag für die künftige Zentrale ist final. Das zeigt eine Pflichtmitteilung der Carl Zeiss Meditec AG vom Freitag. Die Vereinbarung mit der Muttergesellschaft Carl Zeiss AG sieht eine jährliche Basismiete von rund 8,8 Millionen Euro vor. Ab dem Geschäftsjahr 2027/28 werden die gesamten Mietaufwendungen gegenüber der Konzernmutter auf etwa 10 Millionen Euro pro Jahr steigen – ein Anstieg um das Fünffache.

Im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 lagen die Kosten noch bei rund zwei Millionen Euro. Die zusätzliche Belastung trifft das Unternehmen inmitten eines bereits laufenden Effizienzprogramms.

Margeneinbruch erzwingt Gegensteuern

Das Sparprogramm „ProfitUp“ ist eine direkte Reaktion auf die jüngsten Geschäftszahlen. Im ersten Halbjahr 2025/26 sank der Umsatz um 5,7 Prozent auf 991 Millionen Euro. Die bereinigte EBITA-Marge brach von 10,7 Prozent auf 6,1 Prozent ein. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen Währungseffekte, einen ungünstigen Produktmix und Investitionszurückhaltung in den Kernmärkten USA und China.

Bis 2028/29 will der Konzern Ergebnisverbesserungen von jährlich mehr als 200 Millionen Euro realisieren. Die höheren Fixkosten für Jena machen dieses Ziel nicht leichter.

Neue Führung in schwieriger Phase

Parallel dazu hat der Aufsichtsrat die Nachfolge an der Spitze geregelt. Bronwyn Brophy O’Connor, bislang Chefin des schwedischen Vitrolife-Konzerns, wird neue CEO. Sie übernimmt zudem einen Sitz im Vorstand der Carl Zeiss AG – wohl um die Verzahnung mit der Mutter zu stärken.

Andreas Pecher, der die Medizintechniktochter interimistisch führte, konzentriert sich künftig wieder ganz auf seine Aufgabe als Chef der Carl Zeiss AG.

Der Aktienkurs notierte am Freitag bei 26,38 Euro – immerhin 5,94 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Auf Jahressicht steht ein Minus von 56 Prozent. Der RSI von 79,4 deutet auf überkaufte Niveaus hin. Am 1. Juni übernimmt die neue Führung. Die entscheidende Frage: Lässt sich die Marge bei steigender Fixkostenbasis je wieder in Richtung der angestrebten 20 Prozent bewegen?

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