Carnival Aktie: 397 Millionen für Treibstoff im Q1
Carnival hält an Quartalsdividende fest, während steigende Ölpreise den Gewinn belasten. Rekordbuchungen bis 2028 stützen das Geschäft.

- Quartalsdividende von 0,15 US-Dollar bestätigt
- Fehlende Treibstoffabsicherung als Risikofaktor
- Rekordauslastung von 103 Prozent erreicht
- Neue Schiffe für über zwei Milliarden Euro geordert
Die Kreuzfahrtschiffe von Carnival sind voll wie lange nicht, die Buchungen reichen bis ins Jahr 2028. An der Börse herrscht dennoch Katerstimmung. Seit Jahresbeginn hat das Papier spürbar nachgegeben. In diesem Spannungsfeld sendet der Vorstand nun ein Signal der Stabilität an die Aktionäre.
Am Freitag bestätigte das Management die reguläre Quartalsdividende. Investoren erhalten 0,15 US-Dollar je Aktie. Als Stichtag (Record Date) legte das Unternehmen den 18. Mai fest, die Auszahlung erfolgt Ende des Monats.
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Auf das Jahr hochgerechnet ergibt sich eine Ausschüttung von 60 US-Cent, was einer Rendite von etwas mehr als zwei Prozent entspricht. Carnival setzt damit den Kurs fort, den das Unternehmen Ende 2025 mit der Wiederaufnahme der Zahlungen eingeschlagen hatte.
Offene Flanke beim Treibstoff
Dass die Aktie trotz der Ausschüttungen unter Druck steht, liegt an einer strategischen Besonderheit. Als einziger großer Kreuzfahrtanbieter sichert Carnival seine Treibstoffkosten nicht über Finanzgeschäfte ab. Steigen die Ölpreise, schlägt das direkt auf die Bilanz durch.
Das Ausmaß dieses Risikos beziffert der Konzern genau. Eine Preisveränderung von zehn Prozent je Tonne Kraftstoff verschiebt das bereinigte Jahresergebnis um rund 145 Millionen US-Dollar. Bereits im März musste der Vorstand wegen der gestiegenen Energiepreise den Ausblick für das laufende Jahr kappen.
Im ersten Quartal verschlang der Schiffsantrieb fast 400 Millionen US-Dollar. Die Einsparungen aus dem Vorjahr dürften durch die jüngsten Preisaufschläge am Rohstoffmarkt längst aufgefressen sein.
Rekordbuchungen und Flottenausbau
Auf der operativen Seite brummt das Geschäft derweil. Die Auslastung lag zuletzt bei 103 Prozent. Kunden reservieren ihre Kabinen teilweise schon für das Jahr 2028. Diese enorme Vorlaufzeit versetzt das Management in eine komfortable Position: Rabatte sind kaum noch nötig, um die Schiffe zu füllen.
Zur Not hat Carnival noch ein Ass im Ärmel. Klettert der Ölpreis dauerhaft über 70 US-Dollar, darf der Konzern einen Kraftstoffzuschlag von bis zu neun US-Dollar pro Passagier und Tag erheben. Bislang verzichtet das Unternehmen auf diesen Schritt.
Das langfristige Vertrauen in den Markt ist intakt. Die Tochtergesellschaft Princess Cruises orderte kürzlich drei neue Schiffe für mehr als zwei Milliarden Euro. Parallel dazu sorgt die vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormuz für Erleichterung im gesamten Sektor, da logistische Einschränkungen auf dieser wichtigen Route wegfallen.
Kurzfristig richtet sich der Blick der Börse auf die kommenden Wochen. Die entscheidenden Impulsgeber sind die anstehenden Buchungsdaten für die laufende Sommersaison sowie ein mögliches Update der Jahresprognose bei den kommenden Quartalszahlen. Ein starkes operatives Update könnte der Aktie helfen, den bisherigen Jahresverlust von rund 14 Prozent abzubauen und sich dem Februar-Hoch von knapp 34 US-Dollar wieder anzunähern.
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