Cathie Woods ARK schichtet von Palantir in Atomkraft um
ARK verlagert Kapital von Palantir zu Nuklearentwicklern; Oklo meldet hohe Verluste und plant ein Kraftwerk ab 2028.

- ARK verkauft Palantir-Anteile für 5,4 Millionen Dollar
- Oklo-Aktienkäufe im Wert von 4,1 Millionen Dollar
- X-Energy erhält ARK-Investitionen von 5,1 Millionen Dollar
- Oklo peilt kommerzielles Kraftwerk für 2028 an
Künstliche Intelligenz benötigt leistungsfähige Software, vor allem aber enorme Mengen verlässlichen Strom. Die Investmentgesellschaft ARK Invest zieht daraus Konsequenzen und schichtet Kapital um: Weg von der hoch bewerteten Aktie des Softwarekonzerns Palantir, hin zu jungen Entwicklern kleiner Atomreaktoren wie Oklo und X-Energy.
Am Dienstag trennte sich der Flaggschiff-Fonds ARKK von Palantir-Aktien im Gegenwert von rund 5,4 Millionen Dollar. Das frei gewordene Kapital floss direkt in nukleare Energiekonzepte. Für gut 4,1 Millionen Dollar kaufte ARK Anteile des Entwicklers Oklo, während weitere 5,1 Millionen Dollar in das Unternehmen X-Energy flossen.
Die Reduzierung bei Palantir setzt eine Serie früherer Verkäufe fort. An der operativen Verfassung des Datenanalyse-Spezialisten liegt der Schritt kaum: Palantir steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 93 Prozent auf 1,935 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr stellte das Management zuletzt Erlöse von bis zu 8,158 Milliarden Dollar in Aussicht.
Dass ARK dennoch Positionen abbaut, deutet Marktbeobachtern zufolge auf ein Rebalancing hin. Die Gesellschaft trennt sich keineswegs vollständig von dem Softwarekonzern, sondern nimmt nach den Kursanstiegen schrittweise Gewinne mit. Palantir bleibt weiterhin mit mehreren Prozentpunkten in den verschiedenen Portfolios vertreten.
Hohe Verluste und frisches Kapital
Bei Oklo steigen die Fondsmanager dagegen in ein Unternehmen ein, das noch ganz am Anfang seiner kommerziellen Entwicklung steht. Im zweiten Quartal verbuchte die Firma bei einem Umsatz von lediglich 1,2 Millionen Dollar einen operativen Verlust von rund 73 Millionen Dollar.
Um die Entwicklung voranzutreiben, beschafft sich der Reaktorentwickler die Mittel direkt an der Börse. Im ersten Halbjahr brachte die Ausgabe neuer Aktien knapp 1,9 Milliarden Dollar ein, gefolgt von einem weiteren Programm im September über bis zu eine Milliarde Dollar. Zum Ende des zweiten Quartals beliefen sich die Barmittel und Wertpapiere auf 3,0 Milliarden Dollar.
Stromhunger der KI-Rechenzentren
Für Altaktionäre bedeutet die wiederholte Ausgabe neuer Anteile eine Verwässerung ihrer Beteiligung. Den Gegenwert soll die langfristige Kooperation mit Technologiekonzernen liefern. Mit Meta Platforms existiert bereits eine Vereinbarung über einen geplanten Energiecampus mit 1,2 Gigawatt Leistung im US-Bundesstaat Ohio, der künftig Rechenzentren mit emissionsfreiem Strom versorgen soll.
Technisch vermeldet das Unternehmen erste Zwischenschritte. Anfang August erreichte der Testreaktor Groves erstmals die Kritikalität. Die Inbetriebnahme des ersten kommerziellen Kraftwerks vom Typ Aurora peilt Oklo für das Jahr 2028 an.
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