CATL Aktie: Batteriesteuer-Frust?
CATL erreicht 143,7 GWh installierte Kapazität; JPMorgan senkt wegen schwer weitergebbarer Steuerkosten das Kursziel auf HK$420.

- 33,7 Prozent Marktanteil außerhalb Chinas
- Installierte Kapazität wächst um 46,7 Prozent
- JPMorgan reduziert Kursziel auf HK$420
- CATL prüft europäische Heimspeicherkooperation
CATL hat seine Spitzenposition bei Elektroautobatterien außerhalb Chinas ausgebaut. Nach den am Donnerstag veröffentlichten Daten von SNE Research erreichte das Unternehmen in den ersten neun Monaten 2026 einen Marktanteil von 33,7 Prozent. Die installierte Batteriekapazität stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 46,7 Prozent.
Mit 143,7 GWh belegte CATL bei den Batterieinstallationen außerhalb Chinas den ersten Rang. Dem Absatzwachstum stehen allerdings Schwierigkeiten gegenüber, Steuerkosten an Kunden weiterzugeben: Darauf verwies JPMorgan am Freitag bei der Kürzung seiner Gewinnschätzungen.
Steuerkosten belasten die Gewinnerwartungen
JPMorgan senkte am Freitag das Kursziel für die H-Aktien von HK$440 auf HK$420. Die Einstufung blieb bei Neutral. Nach Einschätzung des Hauses fällt es CATL schwerer als erwartet, die Kosten der Batteriesteuer auf Kunden abzuwälzen.
Für 2026 prognostiziert JPMorgan einen Nettogewinn von RMB 84,8 Milliarden. Für 2027 erwartet das Haus RMB 89,1 Milliarden. Beide Angaben sind Schätzungen, keine gemeldeten Geschäftsergebnisse.
Die CATL-Aktie verlor am Freitag 3,7%. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Rückgang und der Analystenaktion ist damit nicht belegt.
Neue Partnerschaften für weitere Anwendungen
Neben dem Geschäft mit Elektroautobatterien verfolgt CATL weitere Anwendungen. Am 2. November unterzeichneten CATL und Blue Vector Medienberichten zufolge Vereinbarungen zur strategischen Zusammenarbeit und Produktentwicklung. Blue Vector wählte CATL als exklusiven Batteriepartner für sein Fluggerät SKYLA V30, das elektrisch senkrecht starten und landen soll. CATL soll dafür eine maßgeschneiderte Luftfahrtbatterie entwickeln.
Für den europäischen Markt vereinbarten CATL, Ampace und Octopus Energy am 30. Oktober eine Absichtserklärung zur Prüfung intelligenter Heimspeicherlösungen. Nach Angaben von Ampace soll Octopus Software und Kundenplattformen einbringen. CATL und Ampace sollen Batterietechnik und Hardware beisteuern. Die Vereinbarung betrifft damit zunächst die Erkundung einer Zusammenarbeit, nicht bereits deren Umsetzung.
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