CATL Aktie: Firefly-Auftrag bestätigt?
Der neue Firefly-Akku erweitert CATLs Zusammenarbeit mit Nio; ein konkreter finanzieller Effekt ist bislang nicht beziffert.

- Qilin-Akku mit 60 kWh bestätigt
- 560 Kilometer Reichweite nach CLTC
- Nachrüstung für Bestandskunden möglich
- Finanzieller Beitrag bleibt unbeziffert
CATL hat heute bestätigt, dass Nios Firefly die Qilin-Batterie im neuen 60-kWh-Akku nutzt. Damit erreicht das Fahrzeug eine Reichweite von 560 Kilometern nach dem chinesischen CLTC-Prüfzyklus. Für CATL bedeutet der Einsatz eine konkrete Erweiterung der Zusammenarbeit mit Nio: Die Partner bringen ihre Batteriekooperation in ein weiteres Fahrzeugangebot.
Neuer Akku erweitert das Firefly-Angebot
Der neue Akku ging gestern an den Start. Er verwendet NCM-Zellen, während das bisherige Batterieangebot auf einem LFP-Akku von Sunwoda beruht. Für CATL ist die Bestätigung damit auch ein konkreter Liefernachweis innerhalb der Partnerschaft mit Nio.
Beide Unternehmen vereinbarten im Januar eine fünfjährige strategische Zusammenarbeit. Der Qilin-Einsatz macht diese Verbindung auf Produktebene sichtbar. Für Anleger ist dabei die Unterscheidung wichtig: Bestätigt ist der Einsatz der Batterie im Firefly. Daraus ergibt sich noch keine bezifferte Umsatz- oder Gewinnwirkung für CATL.
Mit Batterie kostet der Firefly in der neuen Ausführung ab 136.800 Yuan. Beim Batteriemietmodell BaaS beginnt der Fahrzeugpreis bei 79.800 Yuan; hinzu kommen monatlich 599 Yuan Batteriemiete.
Die unterschiedlichen Kaufmodelle eröffnen Kunden verschiedene Wege zur größeren Batterie. Das Angebot richtet sich dabei nicht ausschließlich an Neuwagenkäufer. Auch bestehende Kunden können unter bestimmten Bedingungen auf den neuen Akku wechseln.
Nachrüstung bindet bestehende Kunden ein
Kaufkunden können nach mindestens einem Jahr für 17.000 Yuan aufrüsten. Bestehende BaaS-Kunden zahlen für den Wechsel eine Servicegebühr von 3.000 Yuan und anschließend die höhere Monatsmiete.
Damit beschränkt sich die Bedeutung des neuen Akkus nicht auf die Ausstattung neu ausgelieferter Fahrzeuge. Die Nachrüstmöglichkeit bezieht auch den vorhandenen Kundenbestand ein. Für CATL erweitert das den möglichen Einsatzbereich der Qilin-Batterie innerhalb des Firefly-Angebots, ohne dass bereits ein konkretes Absatzvolumen genannt ist.
CATL setzt auf mehrere Batteriechemien
Der Firefly-Einsatz passt zu CATLs paralleler Entwicklung unterschiedlicher Batterietechnologien. Akin Li, Chef des internationalen Geschäfts, sagte heute, es sei noch unklar, welche Batteriechemie 2035 dominieren werde. CATL entwickelt LFP-, NMC-, Natrium-Ionen- und Festkörperbatterien parallel.
Li verwies zugleich auf erhebliche Herausforderungen bei der kommerziellen Großproduktion von Festkörperbatterien. Die heutige Produktbestätigung betrifft dagegen eine bereits eingesetzte Technologie und ein gestartetes Fahrzeugangebot.
Für Anleger liegt darin die zentrale Einordnung: CATL hält mehrere technologische Optionen offen und setzt zugleich konkrete Kundenprojekte um. Der Firefly-Auftrag belegt diese Umsetzung. Welchen finanziellen Beitrag er leisten wird, lässt sich daraus allein jedoch nicht ableiten.
Stand heute, 24. Oktober: CATL – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in CATL investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 24. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




