CATL Aktie: Geteilter Impuls
Chinas Batterieriese CATL sieht sich durch sinkende Exportförderung unter Druck, stärkt sich aber gleichzeitig mit einem milliardenschweren Materialliefervertrag für die kommenden Jahre.

- Chinas Exportsteuer-Rückerstattung für Batterien sinkt
- Milliarden-Deal sichert langfristige Materialversorgung
- Analysten sehen CATL trotz Gegenwind als Top-Pick
- Aktienkurs zeigt deutliche Verluste nach Ankündigung
China zieht bei Exportanreizen für Batterien schrittweise die Bremse an – und trifft damit auch CATL. Gleichzeitig sichert sich der Zellriese über Jahre hinweg zentrale Vormaterialien in Milliardenhöhe. Wie wirken diese beiden Entwicklungen zusammen?
Neue Steuerpolitik erhöht Kostendruck
Zum 1. April 2026 senkt die chinesische Regierung den Mehrwertsteuer-Rückerstattungssatz für Batterie-Exporte von 9 % auf 6 %. Zum 1. Januar 2027 soll der Export-VAT-Rebate dann komplett entfallen. Für Hersteller heißt das: Exporte werden schrittweise teurer, Margen im Auslandsgeschäft geraten unter Druck.
Die Ankündigung der Maßnahme durch das Finanzministerium und die Steuerbehörde hatte bereits in den Vortagen auf die Stimmung geschlagen. Am Montag war die A-Aktie von CATL im Tagesverlauf zeitweise um bis zu 4,8 % abgesackt, am Dienstag folgte ein weiterer, wenn auch moderater Rückgang. Mit einem Schlusskurs von 359 CNY gestern liegt die Aktie nun knapp 9 % unter ihrem 52‑Wochen‑Hoch und nur minimal über dem jüngsten Jahrestief – der Titel steht damit sichtbar unter Druck, ohne dass bislang Panik aufkommt.
Hintergrund der Entscheidung aus Peking ist nach gängiger Interpretation der Versuch, eine überhitzte Konkurrenz im Batteriemarkt zu dämpfen. Höhere Exportkosten könnten vor allem kleinere Anbieter treffen, deren Kostenvorteile begrenzt sind. Größere Player mit Skalenvorteilen haben hier tendenziell mehr Puffer.
Milliarden-Deal zur Versorgungssicherheit
Mitten in diese regulatorische Unsicherheit meldete CATL einen Großvertrag, der eine andere Seite der Strategie zeigt. Ningbo Ronbay New Energy Technology soll in den kommenden fünf Jahren Kathodenmaterialien im Volumen von rund 120 Mrd. Yuan liefern. Es geht dabei um hochnickelhaltige ternäre Materialien sowie Lithium-Eisenphosphat (LFP).
Der Umfang verdeutlicht, wie konsequent CATL seine Lieferkette nach oben absichert. Langfristige Abnahmeverträge helfen, Verfügbarkeit und Preise zentraler Roh- und Vormaterialien zu stabilisieren – ein entscheidender Faktor in einem Markt, in dem Technologiezyklen kurz und Wettbewerbsdruck hoch sind.
Zugleich stützt der Deal die Position von CATL im Premiumsegment, in dem hochnickelhaltige Kathoden gefragt sind, und im Massenmarkt, in dem LFP dominiert. Beides sind Kernbereiche, in denen das Unternehmen laut Beobachtern bereits heute eine starke Stellung hat.
Analystensicht und Ausblick
Trotz des Gegenwinds durch die Steuerpolitik bleibt die Einschätzung großer Häuser konstruktiv. Ein aktueller Bericht von Morgan Stanley bezeichnet die A-Aktien von CATL weiterhin als „Top Pick“ und stuft sie mit „Overweight“ ein. Begründet wird dies mit:
- starker Marktposition im höherpreisigen Segment
- signifikanter Preissetzungsmacht
- strategischem Fokus auf das Geschäft mit Energiespeichern
Aus Analystensicht könnte CATL dank Größe und Marktmacht die Belastungen aus der geringeren Exportförderung besser verkraften als viele Wettbewerber. Die jetzt vereinbarte langfristige Materialversorgung passt in dieses Bild einer defensiv gestärkten Marktführerschaft.
Kurzfristig richtet sich der Blick nun auf zwei Zeitpunkte: Zum einen auf den 1. April 2026, wenn die erste Stufe der niedrigeren Export-Rückerstattung greift und sich konkreter abschätzen lässt, wie stark die Profitabilität beeinflusst wird. Zum anderen auf den nächsten Quartalsbericht für das vierte Quartal 2025, der für Mitte bis Ende März 2026 erwartet wird und Hinweise liefern dürfte, wie gut CATL sich operativ auf die neuen Rahmenbedingungen eingestellt hat.
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