CATL Aktie: SERES sichert Batterien für AITO

Die Partner vereinbaren die weitere CATL-Belieferung aller AITO-Modelle; zusätzliche Werkskapazitäten und Speicherprojekte sind noch Ziele.

Die Kernpunkte:
  • CATL-Batterien für alle AITO-Modelle vereinbart
  • Zweite Werksphase mit 10–12 GWh geplant
  • Speicherprojekte mit bis zu 3 GWh angestrebt
  • Citi senkte Kursziele, Kaufempfehlung blieb bestehen

CATL vertieft die Zusammenarbeit mit SERES Group und sichert damit die Batterieversorgung sämtlicher AITO-Modelle weiter ab. Die am Samstag geschlossene langfristige strategische Vereinbarung umfasst außerdem einen geplanten Kapazitätsausbau. Für Anleger ist die Unterscheidung entscheidend: Die fortgesetzte Nutzung von CATL-Batterien ist vereinbart, zusätzliche Produktionskapazitäten sind dagegen noch geplant.

Bestehende Zusammenarbeit als Ausgangspunkt

Nach Angaben von CATL sollen alle AITO-Modelle weiterhin mit Batterien des Unternehmens ausgestattet werden. Die Partner wollen zudem ihre Zusammenarbeit bei Ladedienstleistungen und auf Auslandsmärkten ausweiten. Damit reicht die Vereinbarung über die reine Batterielieferung hinaus.

Für die zweite Phase ihres gemeinsamen Werks-im-Werk-Projekts planen die Unternehmen eine jährliche Kapazität von 10–12 GWh. Zusammen sollen beide Phasen auf mehr als 20 GWh kommen.

Die Vereinbarung verbindet damit eine bestehende Kundenbeziehung mit weiterem Ausbaupotenzial. Sie beschreibt allerdings geplante Kapazitäten und keine bereits erreichte Produktion. Für die Einordnung der Nachricht sollten Anleger deshalb zwischen der fortgesetzten Belieferung und der vorgesehenen Erweiterung unterscheiden. Der unmittelbare Kern der Meldung ist die langfristige Bindung der Partner.

Speicherprojekte bleiben ein Entwicklungsziel

Eine weitere Kooperation betrifft stationäre Speicher. Wie das Fachmedium pv magazine am Freitag berichtete, vereinbarten CATL und Intilion die Entwicklung von Natrium-Ionen-Batteriespeicherprojekten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Über fünf Jahre streben die Partner ein Volumen von bis zu 3 GWh an.

Diese Größenordnung ist ausdrücklich ein Entwicklungsziel. Sie steht weder für bestätigte Lieferungen noch für fest erteilte Aufträge. Der Unterschied zur SERES-Vereinbarung ist damit wesentlich: Während dort die weitere Nutzung von CATL-Batterien für sämtliche AITO-Modelle vereinbart wurde, beschreibt die Speicherkooperation zunächst einen angestrebten Projektumfang.

Beide Meldungen betreffen somit unterschiedliche Stufen künftigen Geschäfts. Sie dürfen nicht zu einem einheitlichen, bereits gesicherten Auftragsvolumen zusammengefasst werden.

Niedrigere Kursziele trotz Kaufempfehlung

Medienberichten zufolge senkte Citi am 8. Oktober das Kursziel für CATLs H-Aktien von HK$888 auf HK$765. Für die A-Aktien reduzierte das Haus den Zielwert auf RMB 500.

Die Kaufempfehlungen hielt Citi bei dieser Anpassung aufrecht. Die niedrigeren Zielmarken zeigen dennoch eine vorsichtigere Bewertung. Die neuen Partnerschaften stehen somit neben einer Analysteneinschätzung, die weiteres Kurspotenzial grundsätzlich bejahte, dessen Umfang aber geringer ansetzte.

Für Anleger liefern die Vereinbarungen konkrete Ansatzpunkte zur Geschäftsentwicklung. Entscheidend bleibt ihre jeweilige Verbindlichkeit: Fortgesetzte Batterienutzung, geplante Werkskapazität und angestrebte Speicherprojekte sind wirtschaftlich nicht gleichzusetzen.

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