CATL: Lithium-Air-Prototypen erreichen 1.200 Wh/kg

CATL treibt Lithium-Air-Batterien voran, kämpft aber mit Umweltvorwürfen in Ungarn. Der Aktienkurs zeigt sich trotzdem stark.

Die Kernpunkte:
  • Fokus auf Lithium-Air-Technologie
  • Energiespeicher als zweites Standbein
  • Umweltverfahren in Ungarn eingeleitet
  • Aktie mit deutlichem Jahresplus

CATL treibt die Batterietechnologie auf ein neues Niveau. Parallel dazu kämpft der Konzern mit Umweltvorwürfen in Europa.

Beides prägt die aktuelle Lage des weltgrößten Batterieherstellers.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Contemporary Amperex Technology?

Lithium-Air: Der nächste Technologiesprung

Auf einem Fachforum in Peking gab Chefwissenschaftler Wu Kai die strategische Richtung vor. CATL konzentriert sich auf Lithium-Air-Batterien. Die theoretische Energiedichte liegt bei 12.000 Wh/kg.

Das entspricht fast dem Niveau von Benzin mit 13.000 Wh/kg.

Im Labor erreichen CATL-Prototypen bereits über 1.200 Wh/kg. Das ist mehr als das Vierfache heutiger Hochleistungs-Lithium-Ionen-Zellen und doppelt so viel wie Feststoffbatterien. Die Technologie könnte Elektroautos eine Reichweite von über 1.600 Kilometern ermöglichen.

Allerdings: Für den Massenmarkt ist nicht vor 2030 zu rechnen. Feuchtigkeitsempfindlichkeit und Zyklenstabilität sind noch ungelöste Probleme.

Energiespeicher als zweites Standbein

CATL baut sein Geschäft mit stationären Energiespeichern massiv aus. Das soll bis 2030 die Hälfte des globalen Umsatzes ausmachen, wie Vertriebsdirektor Kevin Tang auf der SNEC-Messe in Shanghai erklärte.

Im laufenden Jahr liegt der Anteil bei etwa 25 Prozent.

CATL hält 30,4 Prozent am weltweiten Energiespeichermarkt. Neue Fabriken in Deutschland und Ungarn sollen die Position weiter stärken. Hinzu kommt: Auch Solarriesen wie JinkoSolar und Trina Solar stocken ihre Batteriekapazitäten auf.

Ärger in Ungarn

Am Freitag leitete die ungarische Umweltschutzbehörde ein Verfahren gegen CATL ein. Grund: Am Standort Debrecen war grüne Flüssigkeit illegal aus einem Abwasserrohr ausgetreten.

Die Wasserbehörde entzog daraufhin die Genehmigung für die Abwasservorbehandlung.

CATL beseitigte die Verschmutzung fristgerecht, zudem ergaben Tests keine Gesundheitsgefahr für die Anwohner. Trotzdem verhängten die Behörden Geldstrafen. Das ungarische Landwirtschaftsministerium ordnete eine Sonderuntersuchung an.

Aktie mit starkem Lauf

CATL-Aktien notierten am Freitag bei 79,29 Euro, ein Minus von 0,20 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 38,14 Prozent. Auf Jahressicht sind es sogar 131,84 Prozent. Die Aktie notiert 6,91 Prozent über der 50-Tage-Linie bei 74,16 Euro. Der RSI liegt mit 54,5 Punkten im neutralen Bereich.

Das 52-Wochen-Hoch von 86,94 Euro vom 3. Juni ist 8,80 Prozent entfernt.

Ob CATL die technologische Führung mit einer sauberen Bilanz in Europa verbinden kann, entscheidet sich nicht zuletzt an Standorten wie Debrecen.

Contemporary Amperex Technology-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Contemporary Amperex Technology-Analyse vom 6. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Contemporary Amperex Technology-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Contemporary Amperex Technology-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Contemporary Amperex Technology: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Contemporary Amperex Technology