Cavendish Hydrogen: 8,82 NOK nach Nordwest-Auftrag
Cavendish Hydrogen verzeichnet trotz Umsatzrückgang auf 15,3 Mio. Euro einen deutlichen Kursanstieg. Neue Aufträge und ein Großprojekt in Deutschland stützen die Erwartungen.

- Umsatz auf 15,3 Millionen Euro gesunken
- Aktie steigt um knapp 14 Prozent
- Neuer Auftrag über 1,4 Millionen Euro
- Großprojekt für Wasserstoffbusse in Deutschland
Halbierter Umsatz, aber zweistellige Kursgewinne – Cavendish Hydrogen erlebt einen turbulenten April. Während die Bilanz für 2025 die Spuren eines schwierigen Übergangsjahres zeigt, blicken Investoren bereits auf die vollen Auftragsbücher für den Sommer. Die Veröffentlichung folgt auf eine Phase umfassender Umstrukturierungen, in der sich der Spezialist für Wasserstoff-Infrastruktur neu positioniert hat.
Der nun veröffentlichte Geschäftsbericht bestätigt den Rückgang der Erlöse auf 15,3 Millionen Euro. Im Vorjahr standen noch 31,0 Millionen Euro in den Büchern. Das Management begründet das Minus mit weniger Auslieferungen und einer Neuausrichtung der Projekte.
Trotz der Umsatzdelle verfügt das Unternehmen über Reserven. Die liquiden Mittel lagen zum Jahresende bei über 20 Millionen Euro. Dieses Kapital soll die laufenden Operationen und die Abarbeitung des Auftragsbestands sicherstellen.
An der Börse sorgten die Berichte und neue Auftragsmeldungen für deutliche Sprünge. Die Aktie kletterte heute um knapp 14 Prozent auf 0,82 Euro. Trotz des Kurssprungs signalisiert der Relative-Stärke-Index mit einem Wert von 25,8 eine technisch überverkaufte Situation. In den letzten sieben Tagen legte das Papier um rund 25 Prozent zu.
Neue Aufträge in Nordwesteuropa
Ein frischer Auftrag über 1,4 Millionen Euro für eine Wasserstoff-Tankstelle stützt die Zuversicht. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Partner Mesure Process umgesetzt. Es zielt auf die Dekarbonisierung von Busflotten ab.
Das Unternehmen treibt indes Vorhaben in Polen und Italien voran. Analysten taxieren das Kursziel im Konsens auf 9,81 Norwegische Kronen. Das entspräche einem weiteren Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau.
Fokus auf den deutschen Markt
Ein Eckpfeiler für das laufende Geschäftsjahr ist ein Großprojekt in Deutschland. Hier geht es um die Infrastruktur für Wasserstoffbusse mit einem Volumen zwischen vier und fünf Millionen Euro. CEO Robert Borin erwartet durch diese Auslieferungen eine spürbare Verbesserung der Finanzlage.
Im Mai 2026 stehen mit dem Bericht zum ersten Quartal und der Jahreshauptversammlung die nächsten Termine im Finanzkalender. Diese Ereignisse werden zeigen, wie schnell Cavendish Hydrogen die neuen Aufträge in Cashflow ummünzen kann.
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