Ceconomy Aktie: JD.com übernimmt Aufsichtsrat
Der chinesische Mehrheitseigner JD.com stellt mit eigenen Kandidaten den Ceconomy-Aufsichtsrat. Die Hauptversammlung im Februar entscheidet über die Zukunft des Elektronikhändlers.

- JD.com nutzt 60-Prozent-Beteiligung für Kontrolle
- Aufsichtsratskandidaten fokussieren auf Digitalisierung
- Goldman Sachs erhöht Anteil auf über 4,5 Prozent
- Aktienkurs bleibt unter früherem Übernahmeangebot
Die Machtübernahme bei Ceconomy nimmt konkrete Formen an. Der chinesische E-Commerce-Gigant JD.com nutzt seine Mehrheitsbeteiligung von rund 60 Prozent, um das Kontrollgremium der MediaMarkt- und Saturn-Mutter neu zu besetzen. Die gestern Abend veröffentlichten Lebensläufe der Aufsichtsratskandidaten zeigen: Der neue Eigentümer holt eigene Leute an Bord.
Die wichtigsten Fakten:
– Veröffentlichung der Aufsichtsrats-Kandidaten bestätigt JD.com-Dominanz
– Goldman Sachs stockt Position auf über 4,5 Prozent auf
– Hauptversammlung am 18. Februar wird zur Wegscheide
– Aktie verharrt bei 4,50 Euro – knapp unter früherem Übernahmeangebot
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Profile deuten auf digitale Neuausrichtung hin
Die am 5. Januar publizierten Kandidaten-Lebensläufe unter Tagesordnungspunkt 5 lassen wenig Raum für Interpretation. JD.com besetzt das Kontrollgremium mit Vertrauten, deren Expertise in Digitalisierung und Supply-Chain-Effizienz liegt – genau jene Bereiche, in denen der stationäre Elektronikhändler Aufholbedarf hat. Die Familie Kellerhals (Convergenta) hält weitere 25 Prozent, wodurch klare Mehrheitsverhältnisse entstehen.
Parallel baut Goldman Sachs seine Beteiligung strategisch aus. Marktteilnehmer interpretieren dies als Positionierung für mögliche Strukturmaßnahmen. Ein Squeeze-Out oder Delisting stehen im Raum, auch wenn dazu offiziell noch nichts verlautet.
Operative Basis ist solide
Der Governance-Umbau erfolgt aus einer Position der Stärke. Die Mitte Dezember vorgelegten Quartalszahlen zeigten ein Umsatzplus von 5,7 Prozent und ein bereinigtes EBIT von 380 Millionen Euro. Damit übertraf Ceconomy die Erwartungen und verschafft dem neuen Management Handlungsspielraum.
Historisch litten MediaMarkt und Saturn unter komplexen Gesellschafterstrukturen und strategischen Differenzen. Diese Ära scheint nun endgültig vorbei. Die Aktie hat sich im Jahresverlauf mit einem Plus von 77 Prozent mehr als verdoppelt, bleibt aber am Übernahmeangebot von 4,60 Euro gedeckelt.
Hauptversammlung als nächster Meilenstein
Am 18. Februar wird sich zeigen, wie reibungslos die Neubesetzung des Aufsichtsrats verläuft. Anleger sollten bis dahin auf weitere Stimmrechtsmitteilungen achten. Sinkt der Streubesitz deutlich, könnte dies neue Dynamik in die Aktie bringen. Technisch bleibt die Marke von 4,60 Euro der entscheidende Widerstand.
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