Celestica Aktie: CEO verkauft 55 Millionen Dollar

Der Celestica-CEO reduziert seinen Aktienbesitz drastisch, während das Unternehmen massiv in KI-Produktion in Texas investiert.

Die Kernpunkte:
  • CEO verkauft 140.000 Aktien
  • Investition von 300 Mio. Dollar in Texas
  • Fokus auf KI-Kühlung und Hardware
  • Aktie fällt nach Rekordhoch um 19%

Robert Mionis hat seinen Aktienbesitz bei Celestica drastisch reduziert. Der CEO veräußerte innerhalb von drei Handelstagen rund 140.000 Aktien – zu einem Gesamtwert von etwa 55 Millionen Dollar. Das entspricht rund einem Drittel seiner Direktbeteiligung.

Die Verkäufe erfolgten über einen vorab genehmigten 10b5-1-Handelsplan, den Mionis bereits im März 2026 aufgestellt hatte. Solche Pläne sind bei Führungskräften üblich, um Risiken durch Insider-Vorwürfe zu vermeiden. Auch Finanzvorstand Mandeep Chawla stieß 17.000 Aktien ab.

Massiver Ausbau in Texas

Während die Führungsspitze ihre privaten Positionen reduziert, investiert Celestica kräftig in die Produktion. Das Unternehmen schloss eine 300-Millionen-Dollar-Vereinbarung zur Erweiterung seines Technologie-Campus in Richardson, Texas.

Hinzu kommt ein neues Gebäude mit 343.000 Quadratmetern Fläche – noch im Bau. Die gesamte Betriebsfläche in Richardson soll bald eine Million Quadratmeter erreichen. Der Fokus liegt auf Flüssigkühlungssystemen und Hardware für KI-Rechenzentren. Rund 2.300 neue Arbeitsplätze sollen entstehen, unterstützt durch einen Drei-Millionen-Dollar-Zuschuss der Stadt Richardson.

Kursrückgang nach Rekordhoch

Die Aktie hatte Mitte Juni 2026 noch ein 52-Wochen-Hoch von 474,03 Dollar erreicht. Seither fiel der Kurs um fast 19 Prozent. Auch institutionelle Anleger zeigen sich zurückhaltender: Apis Capital Advisors reduzierte sein Engagement um 13,4 Prozent.

Hintergrund ist eine allgemeine Neubewertung von KI-Infrastruktur-Zulieferern nach einer monatelangen Rally. Operativ läuft das Geschäft dagegen weiter gut. Celestica produziert derzeit seine DS6000-Server-Switches mit Broadcom-Chips für die nächste Generation von Rechenzentren.

Der nächste Quartalsbericht dürfte zeigen, ob die massiven Investitionen in Texas tatsächlich die Erlöse steigern, die das Management zuletzt in Aussicht gestellt hatte. Die langfristigen Mietverträge laufen bis 2036 – ein klares Bekenntnis zum Bereich Connectivity & Cloud Solutions.

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