Centrotherm Aktie: Spekulation auf hohe Abfindung
Nach der Übernahme durch Ardian steht ein Squeeze-out an. Die verbesserte operative Performance des Unternehmens nährt Erwartungen an eine Abfindung über dem aktuellen Kurs.

- Ardian hält 90 Prozent der Anteile an Centrotherm
- Verdopplung des EBITDA im ersten Halbjahr 2025
- Starkes Wachstum im Halbleitergeschäft
- Abfindungshöhe hängt von Jahresabschluss 2025 ab
Die Centrotherm Aktie notiert nahe einem 10-Jahres-Hoch. Der Grund: Die Übernahme durch den französischen Finanzinvestor Ardian ist abgeschlossen, und ein Squeeze-out der verbliebenen Minderheitsaktionäre steht bevor. Anleger spekulieren nun auf eine Barabfindung, die deutlich über dem aktuellen Kurs liegen könnte.
Die Fakten der Übernahme
Ardian hat über seine Plattform Ardian Semiconductor 90 Prozent der Centrotherm-Anteile erworben. Unmittelbar vor Abschluss der Transaktion am 18. Dezember 2025 beantragte die neue Muttergesellschaft einen verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out. Die verbliebenen Aktionäre sollen ihre Anteile damit gegen eine Barzahlung abgeben müssen. Seit Bekanntgabe der Pläne Anfang November hat sich der Aktienkurs nahezu verdoppelt.
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- Rechtliche Grundlage geschaffen: Mit der 90-Prozent-Beteiligung ist die formale Voraussetzung für den Zwangsausschluss erfüllt.
- Operative Stärke als Basis: Das Unternehmen verdoppelte im ersten Halbjahr 2025 sein EBITDA auf 14,7 Millionen Euro bei einem Umsatz von 106,4 Millionen Euro.
- Solide Bilanz: Eine Liquidität von 160,1 Millionen Euro und Eigenkapital von 118,6 Millionen Euro bilden eine stabile finanzielle Grundlage für die anstehende Bewertung.
Fundament stützt die Bewertungshoffnungen
Die aktuelle Kursstärke speist sich nicht nur aus der Übernahmespekulation, sondern auch aus einer verbesserten operativen Performance. Der Anlagenbauer profitiert stark von der Nachfrage der Halbleiterindustrie. Diese Sparte steuerte im ersten Halbjahr 71,2 Millionen Euro zum Umsatz bei, das Periodenergebnis hier sprang von 1,3 auf 9,9 Millionen Euro.
Diese fundamentale Stärke ist entscheidend, denn die Höhe der Squeeze-out-Abfindung wird auf Basis des Unternehmenswerts zum Zeitpunkt der Hauptversammlung festgelegt. Eine deutlich bessere Ertragslage als in der Vergangenheit könnte somit zu einer höheren Bewertung führen.
Warten auf den Geschäftsbericht 2025
Der nächste konkrete Meilenstein ist die Veröffentlichung des vollständigen Geschäftsberichts für das abgelaufene Jahr 2025 am 31. März. Diese Zahlen werden die wesentliche Grundlage für das unabhängige Bewertungsgutachten bilden. Der formale Beschluss über den Squeeze-out soll dann auf der Hauptversammlung im Laufe des Jahres 2026 gefasst werden.
Bis dahin bleibt die Aktie ein Spekulationsobjekt. Marktbeobachter diskutieren bereits, ob die Abfindung im zweistelligen Euro-Bereich liegen könnte – und damit über dem aktuellen Kursniveau von rund 10,80 Euro. Das hohe Handelsvolumen zeigt, dass das Papier für viele Anleger weiter relevant ist.
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