Ceres Power Aktie: 10,87 Prozent Minus auf 5,45 Euro

Politische Unsicherheit in Großbritannien und nahende Branchentreffen prägen die Lage beim Brennstoffzellen-Spezialisten.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert fast elf Prozent
  • Führungswechsel in UK verunsichert
  • EU-Plan für Stromnetze beschlossen
  • Zwei Fachforen als Chance

Die Aktie von Ceres Power geriet am Freitag massiv unter Druck. Der Brennstoffzellenspezialist verlor 10,87 Prozent und schloss bei 5,45 Euro. Seit dem Zwischenhoch von 10,48 Euro Ende Mai hat das Papier fast die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Für die kommende Woche stehen gleich mehrere wegweisende Termine an.

Politische Unsicherheit belastet

Der jüngste Kurseinbruch fällt mit einem Führungswechsel im wichtigen Kernmarkt Großbritannien zusammen. Der Rücktritt von Premierminister Keir Starmer verunsichert Investoren. Analysten von S&P Global rechnen mit Verzögerungen bei der nationalen Wasserstoff-Förderung. Die künftige Geschwindigkeit der britischen Klimapolitik ist ungewiss.

Parallel dazu gibt es aus Brüssel positive Signale. Die EU-Energieminister einigten sich auf einen Plan zur Modernisierung der Stromnetze. Wasserstoff und Ökostrom sollen künftig einfacher über Grenzen fließen können. Zudem erwartet die Branche in Kürze die Details zur vierten Wasserstoff-Auktion der EU.

Branchentreffen als Gradmesser

Diese Woche finden zwei wichtige Fachkonferenzen statt. Das „European Electrolyser and Fuel Cell Forum“ in der Schweiz und das britische „Hydrogen Industry Forum“. Für Ceres sind das Gelegenheiten, um neue Partner zu gewinnen und die Technologie zu vermarkten.

Aus technischer Sicht nähert sich die Aktie einem kritischen Bereich. Der RSI liegt bei 34,2 Punkten und damit nahe der überverkauften Marke von 30. Der Kurs hat seine 50-Tage-Linie bei 7,52 Euro klar nach unten durchbrochen. Die Frage ist nun, ob die aktuellen Niveaus Käufer anziehen.

Die Kapitalerhöhung im Juni brachte Ceres rund 103 Millionen Pfund. Damit will das Unternehmen die Skalierung seiner Festoxid-Brennstoffzellen vorantreiben. Partner wie Weichai Power und Doosan spielen dabei eine zentrale Rolle. Ob die jüngste Korrektur nur eine Verschnaufpause war oder der Beginn einer Neubewertung der gesamten Branche, wird die kommende Woche zeigen.

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