Cerinnov Aktie: Totalverlust droht
Der Robotikspezialist Cerinnov wird nach gescheitertem Vergleichsverfahren abgewickelt. Die Erlöse aus der Verwertung dienen primär den Gläubigern, sodass für Aktionäre kaum noch Wert verbleibt.

- Gericht ordnet endgültige Abwicklung an
- Massive Verluste führten zur Insolvenz
- Aktionäre müssen mit Totalverlust rechnen
- Gläubiger werden bei Verwertung bevorzugt
Bei Cerinnov gehen die Lichter aus. Nachdem das gerichtliche Vergleichsverfahren im Dezember 2025 in eine Liquidation umgewandelt wurde, rückt das Ende des Robotik-Spezialisten für die Keramikindustrie unwiderruflich näher. Für Aktionäre bleibt kaum noch Spielraum, da die Verwertung der verbliebenen Vermögenswerte primär die Gläubiger bedient.
Gerichtliche Liquidation nach gescheiterter Rettung
Das Tribunal des Activités Économiques de Limoges zog die Reißleine, nachdem für die Cerinnov Group SA und deren Tochtergesellschaft keine umfassenden Rettungspläne vorlagen. Lediglich zwei partielle Übernahmeangebote gingen ein, was jedoch nicht ausreichte, um den Fortbestand des Gesamtunternehmens zu sichern. Die operative Tätigkeit war zuletzt nur noch befristet bis zum 31. Januar 2026 genehmigt worden, um eine geordnete Abwicklung einzuleiten.
Massive Verluste besiegeln das Aus
Der wirtschaftliche Niedergang zeichnete sich bereits im Geschäftsjahr 2024 ab. Cerinnov rutschte tief in die roten Zahlen und verbuchte einen Nettoverlust von 3,38 Millionen Euro – ein herber Rückschlag nach einem noch profitablen Vorjahr. Sinkende Umsätze und ein massiver Einbruch beim operativen Ergebnis (EBITDA) unterstrichen die prekäre Lage des Spezialmaschinenbauers schon vor dem Gang zum Insolvenzgericht im September 2025.
Investoren müssen sich nun auf das Szenario eines Totalverlusts einstellen. Da die Zwischenabschlüsse für das Jahr 2025 nicht mehr finalisiert werden, fehlt es an jeglicher Transparenz über die aktuell noch vorhandene Substanz. Die Erlöse aus dem Verkauf der Maschinen, Patente und Anlagen fließen im laufenden Verfahren vorrangig an die Gläubiger, sodass für die Inhaber der Stammaktien am Ende der Verwertung im Regelfall kein Restwert verbleibt.
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