Chart-Check: Wie gefährlich wird es jetzt für den DAX?

Der heutige Börsentag hinterlässt bei deutschen und europäischen Anlegern bislang hauptsächlich lange Gesichter. Denn eine überraschende Abwertung der chinesischen Währung Renminbi durch die dortige Notenbank sorgt hierzulande für große Sorgen, was die Exporteinnahmen solcher wichtiger Branchen wie Maschinenbauer oder Autohersteller angeht. Und auch der DAX selbst kommt nun kurzfristig in Bedrängnis.

 

© eyetronic - fotolia.com
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Durch das heutige Minus von fast 2,7% hat sich die kurzfristige Charttechnik des wichtigsten deutschen Börsenbarometers erheblich eingetrübt. Denn damit wurde zum einen die gerade von kurzfristig agierenden Investoren beachtete 38-Tage-Linie als Trading-Linie nach unten hin durchbrochen. Erschwerend kommt hinzu, dass der DAX nahezu auf Tagestief schloss.

Beim Blick in die andere Richtung fällt auf, dass der DAX heute auf dem Niveau seiner 100-Tage-Linie eröffnet hatte und nun der Abschlag auch als Scheitern des Durchbruchsversuchs in den letzten Tagen gewertet werden muss.

 

Wo liegen die nächsten Unterstützungen?

Damit hat sich das Risiko erhöht, dass der DAX in den nächsten Tagen seine Verluste weiter ausbaut. So legen hier Unterstützungsniveaus im Bereich von 11.050 Punkten, 10.800 Punkten und über das Fibonacci-Retracement bei 10.845 Punkten. Im schlechtesten Fall wäre dies ein Korrekturrisiko von rund 4%.

 

Achtung! Trendwende-Formation im DAX

Allerdings ergibt sich durch die jetzige Kursbewegung nach unten noch ein wesentlich größeres charttechnisches Problem. Denn bezogen auf die drei Spitzen seit Ende Juni hat sich nun eine relativ klare Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausgebildet. Deren mögliche Nackenlinie läge bei um die 10.700 Punkte. Wenn der Dax da drunter fällt, hätten wir es mit einer mächtigen Trendwende-Formation zu tun.

DAX-11-08-15

Was nichts anderes bedeutet, als dass der DAX Gefahr laufen würde, den bisherigen langfristigen Aufwärtstrend zu brechen. Dann kämen auch Kurse unterhalb von 10.000 Punkten wieder in den Bereich des Möglichen.

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