Charttechnik: Deutsche Bank kämpft um Bestätigung des Ausbruchs

Der positive Newsflow der letzten Wochen hat dazu geführt, dass die Aktie der Deutschen Bank eine wichtige charttechnische Hürde überwinden konnte. Unter dem Eindruck der jüngsten Gewinnmitnahmen im Markt läuft derzeit ein erneuter Test, der aber sehr wahrscheinlich positiv ausgehen sollte.

© Deutsche Bank

Bei der Deutschen Bank ging es in den vergangenen Monaten insbesondere um die Widerstandszone im Bereich von 18,65 Euro -18,85 Euro. Würde hier der Ausbruch nach oben nachhaltig gelingen, wäre von der Charttechnik her grundsätzlich der Weg in den Bereich von 23-24 Euro frei. Entsprechend war es auch kein Wunder, dass sich die Aktie von Anfang Dezember bis Mitte Januar auf Höhe dieser Widerstandszone schwertat.

Deutsche Bank könnte auf alten Widerstand bauen

Mit der Einigung bzw. dem Vergleich mit dem US-Justizministerium im Fall der Immobilien-Hypotheken kam dann der massive Ausbruch nach oben, der zeitweise die Aktie bis auf 20 Euro führte. Danach setzten wieder stärkere Gewinnmitnahmen ein, was auch den Sorgen um die weitere Politik des neuen US-Präsidenten geschuldet war.

Nun sind wir quasi wieder auf der alten Linie, die jetzt als Unterstützung fungiert. Das ist erst einmal für die Deutsche Bank eine sehr gute Ausgangsbasis. Wobei auch helfen würde, wenn die Bank am morgigen Donnerstag bei der Vorlage ihres Ergebnisses zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2016 positive Signale zur weiteren Restrukturierung senden könnte.

Korrektur bis 17 Euro noch keine Trendwende

Wobei ganz grundsätzlich selbst eine leichte Enttäuschung den Erholungstrend bzw. den Durchbruch nicht generell zu den Akten legen würde. Denn zieht man beispielsweise technische Indikatoren wie die Fibonacci Retracement zurate, wäre selbst noch ein Rückfall bis auf das Niveau um 17,63 Euro noch verkraftbar. Und selbst ein Rückschritt auf 17 Euro, dem derzeit unteren Rand der Bollinger-Bänder, wäre noch halbwegs vertretbar, ohne eine negative Trendwende ausrufen zu müssen.

Wie sollten sich Investoren nun positionieren? Bevor die Zahlen nicht draußen sind, sind neue Positionierungen nicht anzuraten. Wir setzen darauf, dass am Ende der Aufwärtstrend bestätigt wird, was dann in der Folge zu weiteren Käufen genutzt werden kann.

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