Charttechnik: Kann BASF eine Trendwende schaffen?

Der Chemiekonzern BASF gehört zu den größten Hoffnungswerten bei den meisten Analysten – und enttäuscht doch regelmäßig mit seiner Performance am Aktienmarkt. Kein Wunder, dass sich manche die Frage stellen, ob hier überhaupt noch Möglichkeiten auf einen kurzfristigen Rebound bestehen.

 

© BASF
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Die aktuelle Antwort fällt dabei sehr ernüchternd aus. Denn schon seit April befindet sich der Wert in einem festgepressten Abwärtstrend, der bislang kaum Spielraum für einen Ausbruchsversuch ließ.

Geradezu bilderbuchhaft hat die BASF-Aktie in den vergangenen Monaten ihren Abwärtstrendkanal ausgelotet. Und das, obwohl die Mehrheit der Analysten den Wert weiterhin als Kauf führt. Doch hier sind es eben die Einzelgänger wie Credit Suisse, die mit Empfehlungen wie „Underperform“ die negative Situation anheizen. Und das durchaus auch zu Recht, denn als Chemiekonzern ist man nicht nur sehr konjunktursensitiv, sondern es herrscht aktuell ein anhaltender Margendruck.

 

BASF geht neue Vertriebswege

Dennoch: BASF versucht gegenzusteuern und das auch mit durchaus innovativen Ansätzen. Ganz frisch dabei: Man will nun auf der chinesischen Online-Plattform Alibaba einen eigenen eCommerce-Shop aufmachen. Auf dem sollen dann kleine und mittelständische chinesische Firmen eine breite Palette von BASF-Produkten kaufen können.

Wie sich das am Ende in den Geschäftszahlen auswirkt, bleibt abzuwarten. Zumal China bekanntlich wegen seiner Wachstumsschwäche (für chinesische Verhältnisse) und dem Quasi-Crash am Aktienmarkt mehr Negativ-Schlagzeilen produziert. Dennoch zeigt es auch, dass BASF durchaus neue Wege im Vertrieb gehen kann und will.

 

Gelingt wenigstens ein Pullback im Abwärtstrend?

Zurück zur Aktie. In den letzten 14 Tagen überwogen negative Chartkonstellationen wie das bekannte Downsize Gap. Was dazu geführt hat, dass die BASF-Aktie inzwischen wieder den unteren Rand ihres Abwärtstrendkanals testet. Immerhin gibt es einen Hoffnungsschimmer. Denn auf dem jetzigen Niveau verläuft noch aus dem vorigen Jahr eine Unterstützungszone.

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Fazit: Zumindest ein positiver Pullback im Rahmen des Abwärtstrends könnte kurzfristig möglich sein. Dann wäre eine Zwischenerholung in den Bereich 82/83 Euro möglich. Um darüber hinaus zu gehen, müssten aber noch bessere News kommen als nur ein neuer Online-Shop.

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