Chemie-Konzern BASF legt deutlich zu

Der Chemie-Riese BASF konnte sein Schlussquartal deutlich steigern, machte jedoch Minus im Gesamtjahr. Besonders profitierte das Unternehmen von steigenden Verkaufsmengen, vor allem im Chemiegeschäft und hier besonders in Asien.

Die Umsätze erhöhten sich im vierten Quartal um 7 % auf 14,8 Mrd. Euro. Der operative Gewinn vor Sondereinflüssen stieg um 15 % auf 1,18 Mrd. Euro und das Nettoergebnis wurde mit 689 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Allerdings hatte BASF im letzten Jahr hohe Abschreibungen im Öl- und Gasbereich tätigen müssen, die das Ergebnis belastet haben.

Gesamtjahr bei BASF wie erwartet

Im Gesamtjahr 2016 war der Umsatz um 18 % auf 57,5 Mrd. Euro gefallen. Hintergrund hierfür ist auch die Trennung vom Gashandels- und Speichergeschäft, das in einem Milliarden-Tauschgeschäft an Gazprom ging. Dieser Bereich hatte im Jahr 2015 noch rund 10 Mrd. Euro zum Umsatz beigetragen. Außerdem führten niedrigere Rohstoffpreise zu sinkenden Verkaufspreisen.

Der Vorstandsvorsitzende Kurt Bock zeigte sich mit den Zahlen zufrieden: "Im Laufe des Jahres ist es uns gelungen, das Wachstum der BASF zu steigern." Insbesondere in Asien sei der Absatz im Chemiegeschäft kontinuierlich gesteigert worden. "Damit zahlen sich die hohen Investitionen der vergangenen Jahre in Forschung und Entwicklung sowie in neue Produktionskapazitäten aus."

Ausblick für 2017 optimistisch

"Wir sind verhalten optimistisch für 2017", sagte Bock. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Ludwigshafener ein deutliches Umsatzwachstum mit rund 6 %, zu dem alle Bereiche beitragen sollen.

Der Chemie-Konzern rechnet insgesamt mit einem leicht höheren Ebit vor Sonderfaktoren, was in der firmeneigenen Definition einem Plus von 1 bis 10 % entspricht. Weiterhin setzt BASF auf sein 2015 lanciertes Effizienzprogramm, das ab Ende 2018 einen Ergebnisbeitrag von jährlich 1 Mrd. Euro im Vergleich zu 2015 leisten soll.

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