Chevron Aktie: 23 Prozent Plus seit Jahresbeginn

Chevron plant 13,8 Milliarden US-Dollar Investition in Argentiniens Schiefergestein. Starke Quartalszahlen und Dividende untermauern die solide Finanzlage.

Die Kernpunkte:
  • 13,8 Milliarden US-Dollar für Vaca-Muerta
  • Warten auf finale Genehmigung durch Staat
  • Quartalsgewinn übertrifft Markterwartungen
  • Aktie mit 23 Prozent Plus seit Jahresstart

Chevron setzt auf Expansion in Südamerika. Der US-Energiekonzern plant eine massive Investition im argentinischen Schiefergestein, um seine Produktionsbasis deutlich zu verbreitern. Damit reagiert das Management auf die weltweit steigende Nachfrage nach fossilen Brennstoffen.

Expansion unter staatlicher Aufsicht

Im Fokus steht die Vaca-Muerta-Formation in Argentinien. Das geplante Projekt umfasst ein potenzielles Investitionsvolumen von 13,8 Milliarden US-Dollar. Derzeit wartet Chevron auf die finale staatliche Genehmigung im Rahmen des neuen Investitionsprogramms RIGI. Marktbeobachter werten diesen Schritt als zentralen Baustein für das künftige Wachstum außerhalb Nordamerikas.

In Venezuela kämpft der Konzern parallel dazu mit operativen Hürden. Neue lokale Vorschriften zwingen Öl- und Gasunternehmen dazu, eigene Kraftwerke zur Stromerzeugung zu errichten. Das nationale Netz ist zu unzuverlässig für einen stabilen Betrieb. Bereits im Frühjahr unterbrachen schwere Stromausfälle die Bohrungen im Orinoco-Gürtel.

Starke Zahlen und solide Dividende

Die finanzielle Verfassung des Konzerns bleibt robust. Im jüngsten Quartal meldete Chevron einen Gewinn von 1,41 US-Dollar je Aktie und übertraf damit die Erwartungen des Marktes. Die Aktionäre erhalten eine Quartalsdividende von 1,78 US-Dollar. Das Management hält damit an seiner Strategie fest, trotz hoher Investitionen Kapital an die Anleger zurückzugeben.

An der Börse spiegelt sich diese Stabilität wider. Die Aktie notiert aktuell bei 164,00 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von rund 23 Prozent. Der Kurs hält sich damit deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 145,69 Euro.

Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich als „Moderate Buy“. Die Experten beobachten genau, wie der Konzern die kapitalintensiven Großprojekte mit seinen Dividendenversprechen in Einklang bringt. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten stützen derweil das globale Preisniveau am Ölmarkt. In den USA verarbeiteten die Raffinerien des Konzerns zuletzt Rekordmengen an Rohöl.

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