Chevron Aktie: 70 Prozent an Block 10 beantragt
Chevron beantragt Mehrheitsbeteiligung an Offshore-Block vor Griechenland. Der Konzern treibt seine Gasexploration im östlichen Mittelmeer voran.

- Antrag auf 70-Prozent-Beteiligung
- Gasexploration vor Griechenland
- Aktie trotz Kursschwäche gefragt
- Weitere Projekte in Kasachstan und Ägypten
Chevron baut sein Engagement im östlichen Mittelmeer aus. Der US-Energiekonzern hat offiziell beantragt, eine Mehrheit an einem Offshore-Block westlich von Griechenland zu übernehmen. Im Zentrum steht Block 10 im Ionischen Meer, nahe der Kyparissia-Bucht.
Der Schritt ist mehr als ein weiterer Expansionsversuch. Chevron will 70 Prozent und die Betreiberrolle übernehmen, HELLENiQ ENERGY soll die restlichen 30 Prozent halten. Das Gebiet umfasst 2.735 Quadratkilometer und reicht bis in Tiefen von 500 bis 2.500 Meter.
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Griechenland wird zum Fokus
Für Athen ist das Vorhaben ein Signal. Die Fläche wurde bereits mit zwei- und dreidimensionalen seismischen Messungen vorbereitet. Nun prüft der Staat den Antrag. Sollte er durchgehen, würde Chevron seine Präsenz in der Region deutlich ausbauen.
Der Konzern ist dort schon an vier weiteren Explorationsgebieten südlich von Kreta und des Peloponnes beteiligt. Das neue Projekt fügt sich damit in eine breitere Strategie ein. Chevron setzt in der Region klar auf Gasexploration.
Mehrere Baustellen im Konzern
Auch an anderen Fronten bleibt der Konzern aktiv. Auf der Bernstein Annual Strategic Decisions Conference sprach das Management von gut laufenden Verhandlungen über eine Verlängerung des Tengizchevroil-Vertrags in Kasachstan.
Bei der jüngsten Hauptversammlung genehmigten die Aktionäre alle Kandidaten für den Verwaltungsrat sowie die Vergütungsstrukturen. Ein Antrag auf einen unabhängigen Verwaltungsratsvorsitzenden fand dagegen keine Mehrheit. In Ägypten hat Chevron zudem mit Bohrungen im Narges-Gasfeld begonnen.
Kursbild bleibt stabiler als die Schlagzeilen
Am Markt bleibt die Aktie gefragt, auch wenn sie kurzfristig nachgegeben hat. Mit 156,80 Euro liegt sie auf Wochensicht 4,60 Prozent im Minus und rund 2,52 Prozent unter dem Stand vom Monatsanfang. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 17,86 Prozent.
Technisch hält sich der Titel weiter über dem 200-Tage-Durchschnitt von 145,00 Euro. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 164,92 Euro, also darüber. Der RSI von 37,0 zeigt keine überhitzte Lage. Der Titel notiert damit in einer Phase, in der operative Neuigkeiten und der Ölpreis den Takt vorgeben. Das dürfte spannend bleiben, wenn die griechischen Behörden über den Antrag entscheiden und Chevron parallel seine anderen Gasprojekte vorantreibt.
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