Chevron Aktie: Mega-Deal im Irak

Chevron nutzt den Rückzug russischer Konkurrenten im Irak und verhandelt über die Übernahme des riesigen Ölfelds West Qurna 2, um seine Produktion signifikant zu steigern.

Die Kernpunkte:
  • Übernahme des Ölfelds West Qurna 2 im Irak geplant
  • Ersetzt den sanktionierten russischen Konkurrenten Lukoil
  • Potenzielle Verdopplung der Fördermenge möglich
  • Teil einer breiten Expansionsstrategie des Konzerns

Chevron nutzt die geopolitischen Verschiebungen im Energiesektor eiskalt aus. Während russische Konkurrenten durch Sanktionen gelähmt sind, greift der US-Konzern im Irak nach einem der größten Ölfelder der Welt. Der geplante Übernahme-Deal für „West Qurna 2“ ist mehr als nur eine simple Erweiterung des Portfolios – es ist eine massive strategische Neuausrichtung, die das Produktionsvolumen des Unternehmens signifikant verändern könnte.

Russischer Rückzug als Chance

Der Kern der Nachricht ist brisant: Chevron ersetzt faktisch den sanktionierten russischen Produzenten Lukoil. Durch exklusive Verhandlungen mit der irakischen Staatsfirma Basra Oil Company (BOC) sichert sich der US-Konzern den Zugriff auf das Feld „West Qurna 2“. Dieses Areal ist ein Gigant: Es steht aktuell für fast 10 Prozent der gesamten irakischen Rohölproduktion.

Für Chevron liegt der Reiz im ungenutzten Potenzial. Während die aktuelle Förderung bei etwa 480.000 Barrel pro Tag liegt, sieht das irakische Ölministerium unter Chevrons Führung die Möglichkeit, diesen Wert auf bis zu 800.000 Barrel täglich zu steigern. Das wäre fast eine Verdopplung des Outputs und würde rund 0,5 Prozent der weltweiten Ölversorgung ausmachen.

Aggressive globale Expansion

Der Schritt in den Irak ist kein isoliertes Ereignis, sondern Teil einer breiteren Offensive. Chevron fährt aktuell eine Strategie, die sich deutlich auf langfristige, große Ressourcen konzentriert:

  • Venezuela: Die Lockerung der Sanktionen erlaubt es Chevron, die Produktion und Verschiffung hochzufahren. Die Ölverkäufe im Rahmen des US-Venezuela-Deals sollen allein im Februar die Marke von 2 Milliarden US-Dollar erreichen.
  • Mittelmeer: Der Konzern hat sich erstmals Explorationsrechte in Libyen gesichert und baut seine Präsenz vor der Küste Griechenlands sowie im israelischen Leviathan-Gasfeld aus.

Risiken und Marktreaktion

Der Vorstoß in den Irak ist jedoch nicht ohne Gefahr. Die Region gilt aufgrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie der internen Sicherheitslage als operatives Minenfeld – Gründe, aus denen viele US-Firmen das Land bisher mieden. Analysten werten den Schritt dennoch als Zeichen der Stärke, da Chevron über jahrzehntelange Erfahrung in politisch instabilen Regionen verfügt.

Der Aktienkurs spiegelt diesen Optimismus wider. Das Papier notiert mit 156,02 Euro in unmittelbarer Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 157,42 Euro. Allerdings mahnt die Technik zur Vorsicht: Ein RSI von 75,8 deutet auf eine kurzfristig überkaufte Situation hin.

Fazit

Sollten die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen und von den Behörden genehmigt werden, sichert sich Chevron eine massive Einnahmequelle für die kommenden Jahrzehnte. Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun auf den 1. Mai 2026: Die anstehenden Quartalszahlen werden zeigen, wie effizient Chevron diese neuen Großprojekte in Cashflow umwandeln kann.

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