Chevron Aktie: Piper Sandler hebt Kursziel auf 243 Dollar
Chevron profitiert von knapperen Ölvorräten und höheren Preisannahmen. Analysten heben Kursziele an, während Venezuela-Investitionen geplant sind.

- Rohölreserven weltweit deutlich geschrumpft
- Piper Sandler erhöht Chevron-Kursziel
- Über sieben Milliarden Dollar Investitionen geplant
- Aktie nahe dem 52-Wochen-Hoch
Die Aussichten an den internationalen Energiemärkten rücken für Chevron wieder verstärkt in den Fokus. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, verwies CEO Mike Wirth am Freitag auf die weltweit spürbar geschrumpften Rohöllagerbestände.
Diese Rückgänge hatten frühere Preissteigerungen im Zuge des Iran-Kriegs zunächst noch abgefedert. Der fortschreitende Abbau der Reserven könnte nach Einschätzung des Konzernchefs jedoch dazu beitragen, dass die Rohölpreise über die kommenden Monate wieder anziehen.
Ein solches Szenario hätte spürbare Konsequenzen für die gesamte Branche. Für integrierte Energiekonzerne schlagen sich steigende Notierungen bei Rohöl unmittelbar in höheren Erlösen im Upstream-Segment nieder. Gleichzeitig hängt die Rentabilität stark davon ab, wie sich die Margen im Raffineriebereich entwickeln, falls höhere Beschaffungskosten an die Endmärkte weitergegeben werden können.
Wall Street passt Erwartungen an
Diese veränderten Rahmenbedingungen spiegeln sich in den Analysen führender Bankhäuser wider. Am 3. September hob Piper Sandler das Kursziel für Chevron auf 243 US-Dollar an und bestätigte das Votum „Overweight“.
Das Analysehaus verwies dabei auf höhere Schätzungen für Rohölpreise und Raffineriemargen. Zeitgleich passte auch BMO Capital Markets die Bewertung an: Analyst Phillip Jungwirth stufte die Aktie unverändert mit „Outperform“ ein und setzte das Kursziel auf 235 US-Dollar.
Die Einschätzungen spiegeln die Erwartung wider, dass Chevron von einem anhaltend robusten Marktumfeld profitieren kann. Für Investoren kommt es neben den Preisen an den Terminmärkten auch darauf an, wie verlässlich der Konzern seine Förderprojekte vorantreibt.
Strategische Ausbaupläne in Venezuela
Flankiert werden die Marktaussichten von langfristigen Vorhaben zur Stärkung der Förderbasis. Wie vor gut einer Woche bekannt wurde, plant das Management über venezolanische Gemeinschaftsunternehmen Investitionen von mehr als 7 Milliarden US-Dollar über fünf Jahre. Die Partnerschaften zielen darauf ab, die dortige Produktion auf rund 600.000 Barrel pro Tag annähernd zu verdoppeln.
Wie Reuters berichtete, präzisierte CFO Eimear Bonner diese Pläne für die operative Umsetzung. Chevron beabsichtigt demnach, die Zahl der in Venezuela betriebenen Bohrinseln im Rahmen der Wachstumsstrategie mehr als zu verdoppeln. Der Konzern setzt darauf, seine Förderkapazitäten in Südamerika gezielt auszubauen, um zusätzliche Mengen bereitzustellen.
Aktie notiert nahe Höchststand
An den Börsen behauptet sich das Wertpapier in einem insgesamt konstruktiven Branchenumfeld. Am gestrigen Montag ging die Chevron-Aktie bei 183,58 Euro aus dem Handel. Mit diesem Bewertungsniveau bewegt sich der Titel nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 189,42 Euro, das gestern erreicht worden war.
Chevron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Chevron-Analyse vom 15. September liefert die Antwort:
Die neusten Chevron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Chevron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Chevron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




