Chevron Aktie: Zahlen vor Rekordkulisse
William Blair bewertet Chevron mit 326 Dollar je Aktie; weitere Analysehäuser haben ihre Kursziele ebenfalls angehoben.

- William Blair startet mit Outperform
- Kursziel von 326 Dollar genannt
- Goldman Sachs, UBS und Mizuho justieren Ziele
- Quartalsbericht erscheint am 30. Oktober
Chevron legt morgen Quartalszahlen vor, und die Erwartungen sind hoch. Die Aktie hat dieses Jahr gut die Hälfte an Wert gewonnen und notiert nahe ihrem Jahreshoch. Entsprechend aufmerksam dürfte der Markt auf jede Nuance im Bericht achten.
William Blair sieht weiteres Potenzial
Frischen Rückenwind liefert William Blair. Das Analysehaus startet die Coverage mit „Outperform“ und nennt einen fairen Wert von 326 Dollar je Aktie. Das entspräche gegenüber dem jüngsten Schlusskurs von 229,20 Dollar einem Plus von rund 43 Prozent.
Die Begründung stützt sich auf die Bewertung. Auf Basis der Schätzungen für 2027 handelt Chevron mit dem 5,8-Fachen des EBITDAX und einer Free-Cashflow-Rendite von 10 Prozent. Der Branchenschnitt liegt bei 3,9-fach und 13 Prozent. Einen Aufschlag hält William Blair für gerechtfertigt: wegen globaler Größe, vorteilhafter Förderanlagen, wettbewerbsfähiger Kosten und hoher operativer Effizienz.
Der Konzern könne sogar mit dem 7,5-Fachen und einer Rendite von 6 Prozent bewertet werden, so die Analysten.
Kursziele wandern nach oben
Auch andere Häuser haben zuletzt nachjustiert:
- Goldman Sachs: Kursziel 241 Dollar, begründet mit Bewertungskennzahlen
- UBS: Kursziel 235 Dollar, wegen stärkerer Raffineriemargen und höherer Rohölerlöse
- Mizuho: Kursziel 234 Dollar, allerdings mit Hinweis auf mögliche Abstriche bei Cashflow und Gewinn je Aktie durch Timing-Effekte im Upstream-Geschäft
Gestützt wird das Sentiment vom Ölpreis. Spannungen im Nahen Osten haben die Notierungen zuletzt getrieben, weltweit stützen immer mehr Staaten Kraftstoffpreise. Am Mittwoch gaben Brent und WTI allerdings um gut ein Prozent nach.
Termin am Freitag
Am 30. Oktober steht Chevron zusammen mit ExxonMobil im Terminkalender. Historisch reagierte die Aktie auf Quartalszahlen oft deutlich. Nach dem Lauf der vergangenen Monate dürfte die Messlatte hoch liegen. Im Blick stehen vor allem die Raffineriemargen und der Upstream-Cashflow, also genau die Punkte, an denen sich die Analystenschätzungen zuletzt unterschieden.
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