China Molybdenum: 7 Prozent Sprung auf 2,16 Euro
China Molybdenum profitiert von steigenden Metallpreisen und plant eine deutliche Produktionsausweitung für 2026.

- Kupfer und Molybdän auf Mehrmonatshochs
- Geplante Produktionssteigerung um elf Prozent
- Nettogewinn soll um 50 Prozent steigen
- Schlussdividende für 2025 wird im Juni ausgezahlt
China Molybdenum profitiert unmittelbar von der jüngsten Preisrallye bei Industriemetallen. Kupfer und Molybdän erreichen Mehrmonatshochs, während der Konzern seine Produktion massiv ausweitet. Die Aktie reagiert am Dienstag mit einem Sprung von über sieben Prozent auf 2,16 Euro.
Kupfer und Molybdän auf Höhenflug
Die Märkte für Industriemetalle starteten mit starkem Momentum in den Juni. Benchmark-Preise für Kupferkathoden kletterten auf 13.665 US-Dollar pro Tonne. Das entspricht einem Plus von rund fünf Prozent gegenüber dem Vormonat.
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Parallel dazu stabilisierte sich der Molybdänmarkt auf hohem Niveau. Molybdänoxid wurde zuletzt mit 33,70 US-Dollar je Pfund gehandelt. Auch Wolfram zeigt Anzeichen einer Erholung, getrieben durch steigende Rohstoffkosten und eine verbesserte Stimmung in der Industrie.
Massive Produktionsausweitung geplant
Das Management nutzt das freundliche Marktumfeld für eine aggressive Expansionsstrategie. Für das Geschäftsjahr 2026 peilt die Gruppe eine Kupferproduktion zwischen 760.000 und 820.000 Tonnen an. Im Bestfall käme dies einer Steigerung von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gleich.
Im Kobaltmarkt festigt das Unternehmen seine weltweite Marktführerschaft. Trotz neuer Exportregulierungen in der Demokratischen Republik Kongo sicherte sich der Konzern eine Exportquote von 31.200 Tonnen. Damit kontrolliert die Gruppe rund ein Drittel der regionalen Basisallokation und sichert die Versorgung der globalen Batteriemärkte.
Gewinnsprung und Dividendenzahlung
Die hohen Metallpreise spiegeln sich deutlich in der Bilanz wider. Der dem Mutterunternehmen zuzurechnende Nettogewinn für das Jahr 2025 wird auf bis zu 20,8 Milliarden RMB geschätzt. Dies entspräche einem Zuwachs von etwa 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Anleger blicken zudem auf die anstehende Kapitalausschüttung. Die bereits im Frühjahr beschlossene Schlussdividende für das Geschäftsjahr 2025 soll noch im Laufe des Juni ausgezahlt werden.
Indes mahnen Marktbeobachter zur Vorsicht hinsichtlich der Kostenentwicklung. Steigende Ausgaben für Energie und Schwefel im Kongo sowie schwankende Margen im brasilianischen Niob-Segment belasten die Kalkulationen. Zudem zeigen erste industrielle Abnehmer bei den aktuellen Rekordpreisen eine gewisse Kaufzurückhaltung. Die Entwicklung der operativen Margen bis zum Ende des zweiten Quartals wird zeigen, wie nachhaltig der aktuelle Gewinnaufschwung ist.
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