China Molybdenum: 8,29 Prozent Minus auf 1,67 Euro

Kongos Regierung entzieht China Molybdenum ungenutzte Exportquoten für Kobalt. Die Aktie verliert deutlich an Wert, während die Branche auf neue Preissignale wartet.

Die Kernpunkte:
  • Exportrechte für Kobalt entzogen
  • Aktie verliert über acht Prozent
  • Kongo verstärkt Kontrolle über Rohstoffe
  • Kobaltpreise seit 2025 stark gestiegen

Die Demokratische Republik Kongo verschärft den Griff um ihre strategischen Bodenschätze. China Molybdenum (CMOC) bekommt den neuen Kurs der Regierung nun unmittelbar zu spüren. Am Donnerstag verlor das Papier 8,29 Prozent an Wert und notierte bei 1,67 Euro.

Kongo entzieht Exportrechte

Die Aufsichtsbehörde für Mineralien im Kongo zieht ungenutzte Exportquoten für das erste Halbjahr zurück. Diese Maßnahme greift rückwirkend zum 1. Juli 2026. Parallel dazu plant der Staat, diese Kontingente an eine staatlich kontrollierte Gesellschaft zu übertragen. Nur Kobalt-Lieferungen, die bis zum 5. Juli offiziell verzollt sind, dürfen das Land noch verlassen.

Der Kongo ist der weltweit größte Produzent des wichtigen Batteriematerials. Das Ziel der Regierung: mehr Kontrolle über die Warenströme und ein größerer Anteil an der Wertschöpfung. Seit Februar 2025 sprangen die Preise für Kobalt bereits um rund 160 Prozent auf etwa 57.320 Dollar je Tonne.

Druck auf CMOC wächst

CMOC gehört neben Glencore zu den wichtigsten Akteuren in der Region. Der Konzern ist massiv von der Stabilität der kongolesischen Exportwege abhängig. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus der Aktie bereits auf über 26 Prozent. Das aktuelle Kursniveau liegt rund 38 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom März.

Die Branche blickt nun auf den kommenden Sonntag. Mit Ablauf der Meldefrist am 5. Juli wird klar sein, wie viel Material CMOC tatsächlich noch ausführen durfte. Die kurzfristige Verknappung könnte den Weltmarktpreis für Kobalt weiter antreiben.

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